Der Druck im Top-Duell war groß. Doch der SC Lahr bestand den Härtetest gegen den FC Auggen. Kevin Gießler erinnerte mit einem Traumtor an einen Weltstar des FC Bayern.
Verbandsliga: SC Lahr - FC Auggen 2:0 (1:0). Sechs Spieltage vor Saisonende zeichnet sich beim SC Lahr langsam ab, dass das Team von Sascha Schröder entweder im Sommer den direkten Aufstieg in die Oberliga feiert oder aber über den Umweg Relegation sein Glück versuchen kann.
Dass die Dammenmühlen-Kicker als Tabellendritter ganz mit leeren Händen dastehen, wird zunehmend unwahrscheinlicher – was entscheidend mit den Ereignissen am Samstag zusammenhängt. Durch den 2:0-Erfolg gegen Auggen ist der engste Verfolger nun auf fünf Zähler distanziert. Primus Teningen lieferte zwar beim 4:0-Erfolg gegen Elzach-Yach ebenfalls ab und liegt seinerseits fünf Punkte vor dem SCL. Doch die Lahrer haben am vorletzten Spieltag das direkte Duell gegen den FCT auf dem Spielplan und könnten dann für ein Herzschlagfinale in der Verbandsliga sorgen.
Nach 31 Minuten durften die Lahrer im Topspiel gegen Auggen erstmals jubeln. Bei einer Flanke aus dem linken Halbfeld lauerte Mick Keita zwischen zwei Bewachern im Strafraum. Er bekam den Ball mustergültig von Pedro Allgaier zwischen beide Gegenspieler serviert und köpfte zur Führung ein.
Petro Müller mahnt zur Bescheidenheit
In der zweiten Halbzeit hatte Kevin Gießler seinen technisch großen Auftritt. In der Schlussphase des Spiels bekam er die Kugel an der rechten Strafraumkante in den Fuß. Er zog den Ball mit dem Absatz von links auf rechts, ließ seinen Gegner somit ins Leere laufen, hatte das Spielgerät wieder auf dem linken Fuß und schlenzte es sehenswert ins linke obere Eck (86.). Ein Traumtor, dass den Sieg in trockene Tücher wickelte und den Lahrern nun eine hervorragende Position im Aufstiegsrennen beschert. Auch wenn die Position nun vielversprechend ist, will Petro Müller, Sportlicher Leiter der Lahrer, noch nicht an mögliche Aufstiegsspiele denken. „Es ist noch ein weiter Weg zu gehen und das Rennen um die ersten zwei Plätze ist noch lange nicht vorbei. Mit dem Sieg können wir jetzt aber natürlich etwas entspannter auf die kommenden Spiele schauen“, so Müller im Gespräch mit unserer Redaktion.
Nach dem 1:0 hätte der SCL auch schon früher für klare Verhältnisse sorgen können – Sören Zehnle und Dennis Häußermann vergaben glasklare Chancen – in der Phase zwischen der 60. und 75. Minute hatte dann aber Auggen mehr vom Spiel. Müller lobt in diesem Zusammenhang auch die ein oder andere Parade von Jona Leptig, der wieder ins SCL-Gehäuse zurückkehrte. „Die Einsätze von Eugen Sokolov waren so abgesprochen. Im Normalfall steht nun aber wieder Jona im Tor“, betont Müller.
Der schöne Treffer von Gießler hat beim Sportvorstand Assoziationen mit einem der ganz Großen der Branche geweckt. „Den macht er wie Michael Olise“, lobt Müller.
SC Lahr: Leptig; Stopp, Sö. Zehnle, Fries (75. Naletilic), Bandle (65. Gießler), Bross, Häußermann, Allgaier (83. Schumacher), Kalt (46. Wirth), Gutjahr, Keita (65. Kaufmann).
Tore: 1:0 Keita (31.), 2:0 Gießler (86.).
Marc Rawiel kommt
Der SC Lahr treibt seine Kaderplanung weiter voran und hat bei Facebook den nächsten vielversprechenden Neuzugang präsentiert. Marc Rawiel wechselt vom Bahlinger SC nach Lahr. Der 21-Jährige durchlief von der U 15 bis zur U 19 die komplette Jugend des Bahlinger SC und gehörte anschließend dem Regionalliga-Kader an. In der U 23 entwickelte sich Rawiel zudem zu einem Führungsspieler und zählte dort zum Stammpersonal. „Nun folgt für Marc der nächste Schritt in seiner Entwicklung. Mit seiner Qualität wird er unseren Kader in der Defensive gezielt verstärken“, so der Post des SCL.