Monika Ehrlacher, die stellvertretende Vorsitzende der Tierhilfs- und Rettungsorganisation Neuried, ist gestorben. Foto: Bohnert-Seidel

Monika Ehrlacher, die Mitbegründerin der Tierhilfs- und Rettungsorganisation Neuried, ist im am 10. April im Alter von 79 Jahren gestorben.

Unerschütterlich war sie und kompromisslos, wenn es um das Wohl der Tiere ging. Von Kornnattern, Rehkitzen, bis hin zu Waschbären – die Liste der Wildtiere, die Monika Ehrlacher in den vergangenen Jahrzehnten aufgepäppelt hat, dürfte nahezu endlos sein. Sie alle würden eine Geschichte der Hingabe erzählen, die ihnen Ehrlacher, die Mitbegründerin der Tierhilfs- und Rettungsorganisation Neuried Ichenheim, geschenkt hat. Am 10. April ist die Tierschützerin im Alter von 79 Jahren gestorben.

 

Für die Einrichtung in Ichenheim hat sie alles gegeben. Sich die Nacht um die Ohren geschlagen, wenn ein Kitz alle zwei Stunden die Flasche brauchte und dabei noch in den anderen Gehegen nach dem Wohl ihrer Schützlinge geschaut. Ihre geballte Fürsorge und Kraft galt den Tieren, die von der Straße aufgesammelt wurden, die zu klein waren, um selbst durchzukommen, die verletzt waren oder die einfach nur jemand ausgesetzt hat.

Vorsitzender erklärt, dass es mit der Rettungsstation weitergehen wird

Über sich wollte sie kaum auch nur ein Wort geschrieben haben. Immer ging es in der Öffentlichkeitsarbeit ausschließlich um das Wohl ihr anvertrauten Tiere.

Obwohl die stellvertretende Vorsitzende der Tierrettungsorganisation selbst schon seit vielen Jahren nicht mehr gesundheitlich auf der Höhe war, immer wieder mit Rückschlägen umzugehen hatte, wusste sie immer ihre letzte Kraft für die Tiere zu bündeln. Verantwortung übernehmen war für sie eine Selbstverständlichkeit. Der Gnadenhof mit Auffangstation für Jungtiere ist immer wieder auf Hilfe von außen angewiesen. „Manchmal weiß ich nicht wie ich die Rechnungen bezahlen soll“, sagte sie oft im Angesicht der Kosten für Löhne und Futter. Immerhin leben auf dem Hof in Ichenheim mehr als 150 Tiere – ganz ohne staatliche Zuschüsse oder Hilfspakete. Vor fünf Jahren sagte die Frau, die viele Jahre an Krücken gegangen ist, gegenüber unserer Zeitung: „Ich weiß nicht, wie lange meine Kraft noch reicht.“

Spende statt Blumen

Vorsitzender Karlheinz Meier betont gegenüber der Redaktion den schweren Verlust von Ehrlacher und versichert, dass es mit der Tierhilfs- und Rettungsorganisation im Sinne von Ehrlacher und dem Team weitergehen wird.

Die Trauerfeier für Ehrlacher ist am Samstag, 2. Mai, ab 14 Uhr auf dem Hof, Werderplatz 3 in Ichenheim. Es wird im Namen von Ehrlacher darum gebeten, auf Blumengebinde zu verzichten und stattdessen eine Spende für die Tierhilfs- und Rettungsorganisation zu hinterlassen.