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Trauer um "Hirschwirt" Oberkollwanger Heinz Mönch stirbt mit nur 65 Jahren

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Eine Postkarte von vor über 100 Jahren zeigt das ehemalige Gasthaus Hirsch in Oberkollwangen mit der steil nach oben zum Gastraum führenden Treppe; heute ist das Gebäude ein schön herausgeputztes Wohnhaus. Foto: Digitalarchiv Schabert

Der "Hirschwirt" in Oberkollwangen ist jetzt Anfang Januar verstorben. Nach schwerer Krankheit verstarb Heinz Mönch im Alter von nur 65 Jahren. Außer dem "Hirsch" hatte Mönch aber noch viele andere ehrenamtliche Tätigkeitsfelder.

Neuweiler-Oberkollwangen - Im Dorf und seinem Freundeskreis nannten Heinz Mönch viele einfach "Hirschwirt". Er hatte nichts dagegen, denn schließlich kam er aus einer langen Tradition von Wirtsleuten, die den Hirsch in Oberkollwangen hielten.

Im Alter von 65 Jahren ist er nach schwerer Krankheit in der ersten Stunde des Januars verstorben. Engagiert war er im örtlichen Fußballverein und bei der Feuerwehr; auch zum Oberkollwanger Hütte Club (OHC) hielt er Verbindung.

Aussiedlerhof oberhalb des Ortes errichtet

Seine Eltern Wilhelm und Anna Mönch haben das Gasthaus Ecke Teinach-/Wildbader Straße verkauft. Sie errichteten einen Aussiedlerhof oberhalb des Orts in Richtung Neuweiler. So richtig "Hirschwirt" war Heinz Mönch deshalb eigentlich nicht, aber als Kind und Jugendlicher war er fleißig dabei, wenn es in dem Lokal Gäste zu bedienen galt. Der Hirsch besteht zwar nicht mehr, aber die älteren aus dem Dorf und der Umgebung kennen die Gaststätte schräg gegenüber von der Kirche, die heute privates Wohnhaus ist.

In den 1970er-Jahren gründete Mönch eine Familie und baute für diese das Dachgeschoss des Wohnhauses vom Aussiedlerhof aus, wo er mit ihr und bis zu seinem Ableben wohnte. Er hinterlässt seine Frau, Sieglinde geborene Kling, vier Kinder und ein Enkelkind. Bekannt war der Verstorbene als ausgezeichneter Fußballspieler vor allem ab den 1970er-Jahren in der ganzen Umgebung. In der Saison 1980/81 gehörte er zur A-Liga-Meistermannschaft des SV Oberkollwangen, die zum Stolz des Dorfes am Ursprung des Angelbachs als A-Klassen-Meister in die Bezirksliga aufstieg.

Bei Einbau von Gruppenraum geholfen

Dies war für einen Landverein mit Aktiven aus den kleinen Orten Agenbach und Oberkollwangen schon etwas Besonderes. Damals gab es darunter noch von der A- bis zur C-Klasse drei Ligen.

In der Feuerwehr stand Heinz Mönch ebenfalls seinen Mann. Nicht nur als Gruppenführer ging er voran, sondern auch bei ehrenamtlichen Einsätzen wie dem Einbau eines Kameradschaftsraums im ehemaligen Farrenstallgebäude – heute Bauhof und Feuerwehrmagazin – half er fleißig mit.

Talwiesen an der Teinach

Sein Können als Schreiner diente dabei den Kameraden. Auch da stand der Verstorbene in einer guten Tradition: Alte Dokumente nennen 1902 "Ulrich Mönch, Hirschwirt" als einen von vier Oberkollwanger Feuerreitern. Alles ehrenamtliche Engagement leistete Mönch neben seinem beruflichen Einsatz und der Arbeit in der Landwirtschaft. Zu dieser gehört auch ein altes Hof-Brennrecht. Erlernt hatte Mönch das Schreinern bei der Firma Hanselmann in Neuweiler.

Historische Hintergründe sind es wohl, dass die Oberkollwanger auch Talwiesen weit abseits vom Ort an der Teinach ihr Eigen nennen. Solche bewirtschaftete auch Mönch mit seiner Familie bis in die Gegenwart. An dem Gedenkstein für seinen Urahn an einem nicht mehr genutzten, fast zugewachsenen Weg, kam er dabei allerdings nicht vorbei. Dieser steht im Gewann Wadel des Breitenberger Walds. Wer ihn findet, kann folgende Inschrift bis heute gut nachlesen: "Hier endete Jakob Mönch, Hirschwirth in Oberkolwangen seine irdische Laufbahn an sein 34. Geburtstag, den 4. Juli 1881 auf dem Heimweg von seiner Thalwiese. O Mensch, gedenk bei diesem Stein, wie bald du kannst des Todes sein, drum mache dich bei Zeit bereit, zum Hingang in die Ewigkeit." Laut Breitenberger kirchlichem Sterbebuch war es ein Schlaganfall, der Heinz Mönchs Vorfahr so jung den Tod brachte.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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