Der Schonacher Hermann Börsig ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Foto: Familie Börsig

Der Schonacher Hermann Börsig ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Das Ehrenamt spielte in seinem Leben eine zentrale Rolle.

In der vergangenen Woche verstarb der Schonacher Hermann Börsig im Alter von 87 Jahren. Mit ihm verliert die Gemeinde einen Mann, der sich über Jahrzehnte mit großem Engagement in das Vereinsleben und das Ehrenamt eingebracht hat.

 

Als siebtes von neun Kindern wurde Hermann Börsig am 11. November 1938 im Elternhaus in der Schonacher Bergstraße geboren. Er besuchte die örtliche Volksschule; seine Kindheit wurde besonders durch die Schulzeit und die Jahre als Hirtenbub auf dem Gummelehof geprägt. Im Alter von knapp 14 Jahren begann er seine Lehre zum Maler im elterlichen Betrieb sowie in Villingen, wo er die Ausbildung als Innungssieger abschloss. Seinem Beruf blieb er ein Leben lang treu – als gewissenhafter, zuverlässiger Handwerker war er bei seinen Kunden sehr geschätzt.

1960 lernte er seine spätere Frau Waltraud kennen, zwei Jahre später heiratete das Paar. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Ehrenamt spielt eine zentrale Rolle

Das Ehrenamt spielte im Leben von Hermann Börsig eine zentrale Rolle. Dem Turnverein Schonach gehörte er bereits seit seiner Jugend an und spielte dort acht Jahre lang Handball. 1967 trat er dem Schützenverein bei und engagierte sich dort über Jahrzehnte in verschiedenen Vorstandsämtern – als Jugendleiter, Kassenwart und neun Jahre lang als Vorsitzender. Noch im Januar dieses Jahres errang er – im Alter von 87 Jahren – den Titel des Schützenmeisters.

Auch in der DLRG Schonach wirkte er aktiv mit und war oft am Wächterturm im Naturfreibad anzutreffen. Zudem war er Mitglied der CDU und unterstützte die Naturpark-Schule viele Jahre als verlässlicher Kooperationspartner. In der Kirchengemeinde engagierte er sich als Mitglied und zeitweise Vorsitzender des Pfarrgemeinderats. Für seine Treue und seinen Einsatz erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Goldmünze der Gemeinde und den Sportehrenbrief.

Lebensfreude bewahrt

Vieles, was er tat, geschah still und ohne großes Aufsehen. Ob im Naturfreibad, in der Kirche oder im Schützenhaus – wo frische Farbe benötigt wurde, war Hermann Börsig zur Stelle. Auch Buswartehäuschen strich er immer wieder aus eigenem Antrieb. Werte spielten für ihn eine große Rolle. „Für ihn war das Glas immer halb voll, nicht halb leer“, erinnert sich seine Tochter Ingrid Schyle.

Nach dem Tod seiner Frau Waltraud im Oktober 2024 bewahrte er seine Lebensfreude, versorgte sich selbstständig und blieb in seinem Haus am Seifenberg aktiv. Noch an der vergangenen Fastnacht nahm er an Veranstaltungen teil und übernahm dabei sogar Fahrdienste für andere Senioren.

Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt verstarb Hermann Börsig zuhause im Kreis seiner Familie – so, wie er es sich gewünscht hatte. „Er war ein zufriedener Mensch, hatte eine praktische Art und nahm die Dinge an, wie sie waren“, erzählt seine Tochter Ingrid. Neben seinen drei Kindern trauern auch sieben Enkel und zwei Urenkel um ihn.

Die Beerdigung findet am Donnerstag, 2. April, statt.