Max Heck ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Foto: Bohnert-Seidel

Max Heck hat seine Spuren in der evangelischen Kirche und bei den Menschen hinterlassen.

Im Leben von Max Heck verging kein Tag, an dem er nicht an die Kirche, sein Wirken für die Kirchengemeinde und die Menschen gedacht hätte. Am 25. November ist der Mietersheimer im Alter von 91 Jahren gestorben. Seine Spuren hat er in der evangelischen Kirche und bei den Menschen hinterlassen.

 

Bis ins hohe Alter hat er mit Ehefrau Brigitte, die an Weihnachten 2022 verstorben ist, den Messnerdienst in der Mietersheimer Paulusgemeinde verrichtet – 43 Jahre lang. Von vielen schönen Erinnerungen in der christlichen Gemeinschaft nährte sich sein Geist. Gemeinsam hatte das Ehepaar noch im Jahr 2021 im geliebten „Kirchlein“ sowie im Kreis der Großfamilie und Freunden das Fest der Eisernen Hochzeit gefeiert.

Nie war Heck auch nur ein Dienst zu viel

Max Heck war ein „Schaffer“, der nahezu täglich einem Ehrenamt nachging. Insgesamt 24 Jahre gehörte er dem Ältestenrat der evangelischen Kirchengemeinde an. Davon führte er sechs Jahre den Vorsitz. Im Mieterheimer Kindergarten hat er 20 Jahre den Hausmeisterdienst übernommen. Weitere 20 Jahre sorgte er im evangelischen Jugendheim auf dem Schönberg für Ordnung. Nie war ihm nur ein Dienst zu viel.

Sein Credo lautete: „Für die Kirche und die Menschen.“ Unzählige Stunden verbrachte er beim Neubau des Gemeindehauses der Liebenzeller Gemeinde in Lahr. Nie hat er die Stunden gezählt, immer nur gegeben, weil ihn selbst der Dienst an der Gemeinde ehrte. Diesen hat er stets als praktizierten Gottesdienst empfunden. Gewirkt hat er für die Gemeinde, solange ihn seine Beine trugen.

Nach 50 Arbeitsjahren in wohlverdienten Ruhestand

Max Heck wurde im Leben nichts geschenkt. Die Kriegsjahre in seinem Geburtsort Kippenheimweiler waren schwer und von Entbehrung getragen. Viele Jahre stand die Frage im Raum: Kommt der Vater nach Hause? Schulferien waren für die Mitarbeit bei der Ernte von Heu, Weizen oder Kartoffeln gedacht. Selbst unter der Woche hieß es hinaus aufs Feld. Für den Lohn einer Mahlzeit wurde viele Stunden auf den Feldern der Landwirte gearbeitet. Die Kostbarkeit der Nahrung, des reich gedeckten Tisches hatte in seinem Leben einen hohen Stellenwert.

Bis zu seinem 16. Lebensjahr hat er in der Landwirtschaft gearbeitet. Der Vater war bei der Firma Nestler beschäftigt, so begann auch Max Heck im Unternehmen, übernahm die Wagenpflege, machte den Führerschein und fuhr vom kleinsten bis zum großen Lastwagen sämtliche Fahrzeuge. Bis zur Rente war Max Heck bei der Firma Lidl als Fahrer tätig. Nach 50 Berufsjahren ging er in den wohlverdienten Ruhestand. Knapp eineinhalb Jahre lebte er im Seniorenheim.

Am 4. Dezember findet ab 14 Uhr in der Martinskirche in Dinglingen eine Trauerfeier für Max Heck statt.