Blumen, Kerzen und pinke Stofftiere – am Narrenheim Bergfelden bringen viele ihre Trauer über das tragische Unglück zum Ausdruck. „Es ist unbegreiflich“, so der Ortsvorsteher.
„Du bist ein Engel und bleibst immer bei uns“ – ein Licht am Narrenheim in Bergfelden erinnert neben vielen weiteren Kerzen, Blumen und Stofftieren an das ums Leben gekommene Mädchen. Immer mehr Menschen bringen ihre Trauer und Anteilnahme angesichts des furchtbaren Geschehens zum Ausdruck.
Die Siebenjährige war am vergangenen Mittwoch während eines Selbstverteidigungskurses für Kinder durch eine umstürzende Theke ums Leben gekommen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln zu den näheren Umständen.
Ortsvorsteher Herbert Kehl sagt: „Der tragische Todesfall in Bergfelden hat unseren Ort tief erschüttert. Im Namen des Ortsteils Bergfelden spreche ich der Familie unsere aufrichtige und tief empfundene Anteilnahme aus. Der Verlust eines so jungen Lebens ist unbegreiflich und lässt uns sprachlos zurück. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Angehörigen. Wir wünschen der Familie und den Angehörigen viel Kraft, Trost und Menschen an ihrer Seite, die sie in dieser schweren Zeit begleiten.“
Ein fröhliches und liebes Wesen
Auch der Sulzer Bürgermeister Jens Keucher äußert sich tief betroffen: „Der Schock sitzt immer noch tief. Es ist ein tragisches Unglück, welches sicherlich die ganze Stadt bewegt. Mein ganzes Mitgefühl ist bei der Familie.“
Schulgemeinschaft trauert
Die Schulgemeinschaft der Grundschule Bergfelden hat dem ums Leben gekommenen Mädchen einen bewegenden Nachruf gewidmet. Sie werde mit ihrem fröhlichen, aufmerksamen und lieben Wesen immer einen Platz in der Mitte der Schulgemeinschaft haben.
Mögliche Hilfen abgestimmt
Die Narrenfreunde Bergfelden haben bereits alle weiteren Fasnetstermine abgesagt. In Sulz direkt wird das Programm wie geplant ablaufen – das ist laut Bürgermeister Jens Keucher zumindest der derzeitige Stand. Auf die Frage nach möglichen Hilfen für die Familie erklärt der Bürgermeister: „Wir haben als Stadt direkt nach dem Unglück mit dem Notfallnachsorgedienst Kontakt aufgenommen, um Hilfe abzustimmen. Es hat sich dabei herausgestellt, dass weitergehende Unterstützung nicht erforderlich war.“
Die Tragödie bewegt die Menschen aufgrund der überregionalen Berichterstattung mittlerweile deutschlandweit – von überall her kommen Zeichen der Anteilnahme. Bei der Trauerfeier, so der Wunsch der Familie, sollen bunte Farben dominieren – so wie das Mädchen es liebte.