Jakob Schneckenburger ist gestorben. Foto: Schneckenburger

Jakob Schneckenburger ist mit 90 Jahren gestorben. Seine Familie war im stets wichtig.

„Mein Vater war ein fürsorglicher Mensch“, erinnert sich Martin Schneckenburger. 1934 geboren, sei er stark von der Nachkriegszeit geprägt gewesen.

 

Nachdem Jakob Schneckenburger eine Gärtnerlehre abgeschlossen hatte, machte er seinen Meister in der Geflügelzucht, um seinem Vater auf dem Hof zu unterstützen. In dieser Zeit lernte er auch seine spätere Frau kennen, beide heirateten 1960.

Ein ständiger Wandel

„Er hatte eigene Elterntiere und Brutapparate, das Geflügel wurde im Umkreis von 100 Kilometer verkauft“, verdeutlicht sein Sohn die Dimensionen des Geschäfts. In den 70er-Jahren kam dann die Abkehr von den reinrassigen Tieren hin zu Hybrid-Mischungen.

„Da wurden die fertigen Küken gekauft, um sie aufziehen“, beschreibt Martin Schneckenburger den Wandel. Auch wurde begonnen, die eigenen Eier zu vermarkten. Doch sein das Leben von seinem Vater nicht nur auf den Hof beschränkt gewesen.

Als Fahrer immer aktiv

„Als Bergfelden noch eigenständig war, saß er im Gemeinderat“, blickt Martin zurück. Auch als Obmann der Bauern oder aktives Mitglied im Gesangsverein sei er stets präsent gewesen. „Er hat sich immer engagiert“, erinnert er sich.

Da die Gebäude irgendwann zu klein waren, stieg er erneut um – diesmal auf Legehennen-Haltung. Und als Martin Anfang der 90er-Jahre den Betrieb übernahm – und jetzt noch mehr auf Direktvermarktung setzte – war der Vater stets zur Stelle, wenn es darum ging, als Fahrer die Produkte zu den Kunden zu bringen.

Die Familie war wichtig

Mittlerweile übernimmt die vierte Generation auf dem Hof Schneckenburger Verantwortung. „Dass der Familienbetrieb weitergeführt wird, hat meinen Vater sehr stolz gemacht“, erklärt Martin.

Wobei dem Vater die Familie überhaupt sehr wichtig gewesen sei. „Wir hatten einen festen Stellplatz für einen Wohnwagen bei Reichenau“, erzählt er. So ging es in den Sommerferien – oder manchmal auch nur übers Wochenende – an den Bodensee.

Garten und Enkelkinder

„So ein Erlebnis hatten meine Schulkameraden, die auch in der Landwirtschaft waren, nicht“, überlegt Martin. Diese gemeinsame Zeit mit der Familie waren für Vater und Sohn die schönste Zeit.

Aber auch, wenn gemeinsam die Ernte eingefahren wurde und jeder mit anpackte, sei der besondere Zusammenhalt spürbar gewesen. Und in der Zeit, als es mit der Arbeit auf dem Hof schwieriger geworden sei, habe sich Jakob Schneckenburger wieder dem Garten gewidmet – also dem Beruf, mit der er als junger Mann begonnen hatte.

Ebenfalls kümmerte er sich sechs Jahre lang um seine Frau, mit der er drei Kinder hatte. Mit ihr ging er auch zu zahlreichen Konzerten, etwa auf den Kirchberg oder nach Balingen. Das Familienleben mit seinen sieben Enkeln und zwei Urenkeln sei auch etwas gewesen, was er sehr genoss.