Die Schömberger Gemeinderäte besichtigten den Mehrzwecktransporter. Foto: Gemeinde Schömberg

Beim Kauf eines Transporters vor vier Jahren hatte die Gemeinde Schömberg Pech. Er ist mittlerweile kaputt. Jetzt erwirbt sie einen neuen, der viel mehr kann als der alte.

Erst 2022 beschaffte die Gemeinde Schömberg für ihren Bauhof einen Transporter mit kippbarer Pritsche. Obwohl er folglich erst vier Jahre alt ist, hat er schon erhebliche Mängel: Das Getriebe ist beschädigt. Die Handbremse ist defekt. Türen und Dach sind undicht.

 

Zu allem Überfluss ist die Gewährleistung abgelaufen, der Hersteller mittlerweile insolvent, eine mögliche Reparatur folglich nicht absehbar. Außerdem ist das jetzt kaputte Fahrzeug nur für einfache Transporte geeignet. Arbeiten wie Mähen, Kehren oder Winterdienst sind damit nicht möglich.

Bereits angemietet

In der jüngsten Sitzung des Schömberger Gemeinderates regte Bauamtsleiter Martin Dittler den Kauf eines Mehrzwecktransporters an. Die Gemeinde mietete bereits für zwei Monate ein solches Fahrzeug an. Der Gemeinderat beschloss, das bereits gemietete Vorführfahrzeug für rund 145.000 Euro zu kaufen.

Flexibel einsetzbar

Das neue Fahrzeug ist zwar teurer als der bisherige Transporter, hat aber auch mehr Einsatzmöglichkeiten. So kann er mit den entsprechenden Anbaugeräten zum Mähen, Kehren und für den Winterdienst genutzt werden. Damit sind andere Geräte nicht mehr nötig, etwa ein Kleinschlepper inklusive Winterdienstausrüstung und ein Straßenkehrbesen für den Radlader. Der Gemeinderat beschloss den Kauf des Gerätes. Auf Anregung von Jörg Krax (MUZ) kauft die Gemeinde auch Anbaugeräte wie einen Straßenreiniger, ein Winterschild und einen Wasserbehälter. Die zusätzlichen Kosten bezifferte Kämmerer Ralf Busse auf rund 80.000 Euro.

Damit es auch künftig in Schömberg ordentlich aussieht, bekommt der Bauhof einen Mehrzwecktransporter. Foto: Thomas Fritsch

Zusatzgeräte finanzierbar

Der Kämmerer hielt das für finanzierbar, wenn der Bauhof in diesem Jahr dann sonst nichts mehr bekomme. Den Kauf fand auch Christoph Eck (CDU) sinnvoll. Ohne Zusatzgeräte sei es aber kein Mehrzwecktransporter, sagte er.

Michael Nothacker (UWV) wollte wissen, ob es für die Anschaffung einen Zuschuss gebe. Kämmerer Busse antwortete, dass das Vorhaben aus dem Sondervermögen des Bundes (LuKIF-Mittel) förderfähig sei. Busse gab aber zu bedenken, dass die Gemeinde dieses Geld eigentlich für andere Vorhaben brauche.

Darüber hinaus beauftragte das Gremium die Gemeindeverwaltung, das defekte alte Transportfahrzeug über die Internetplattform „Zollauktion“ zu verkaufen.