Noch sind es nur Gerüchte, doch Paris freut sich schon auf die Ankunft der Beckhams.

Paris - Die Gerüchte über einen Wechsel des britischen Weltklassespielers David Beckham zu Paris St. Germain reißen nicht ab. Paris freut sich auf jede Menge Glamour und auf Beckhams mondäne Gattin Victoria.

Noch kickt der exzentrische britische Fußball-Legionär im Trikot des US-Clubs Los Angeles Galaxy. Doch schon in wenigen Wochen könnte Beckham das Publikum von Paris St. Germain entzücken. Die erhoffte Ankunft des "Galaktischen" in der französischen Hauptstadt versetzt "Tout Paris" in helle Aufregung. Schließlich handelt es sich nicht nur um einen überdurchschnittlich talentierten Balltreter, sondern um eine schillernde Werbe-Ikone. King David und seine extravagante Gattin Victoria, das Glamour-Paar des internationalen Showbusiness, genießen rund um den Planeten Kultstatus.

"Bienvenue Õ Paris". Schon seit Wochen wird über den Umzug der Beckhams getuschelt. Zuerst war's nur ein flüchtiges Gerücht, in die Welt gesetzt durch die lapidare "Die Tür ist offen"-Bemerkung von PSG-Sportdirektor Leonardo. Doch nun scheint das Beckham-Wunder wahr zu werden. Die Zeitung "Le Parisien" rollt "Les Beckham" jedenfalls schon einen breiten roten Teppich aus. Auf einer Doppelseite preist das auflagenstärkste Blatt Frankreichs am Donnerstag die Vorzüge der Seine-Metropole an. Und es lässt einen Sportmarketing-Experten namens Gilles Dumas zu Wort kommen, der geradezu hymnisch von einem Rendezvous zweier Weltmarken schwärmt, "der Marke Paris und der Marke Beckham". An anderer Stelle titelt das Blatt "Paris - ein Paradies für Victoria".

Paris träumt von Beckhams drittem Frühling

Beckham, den Pelé in seine Liste der 125 besten Fußballspieler aufnahm, hat den Zenit seiner Karriere längst überschritten. Seine glorreichen Tage erlebte der Sohn eines Londoner Installateurs und einer Friseurin zuerst bei Manchester United und dann bei Real Madrid - zusammen mit Weltklassespielern wie Zinédine Zidane, Luis Figo und Ronaldo formte der Brite die "Galécticos". Obwohl inzwischen methusalemhafte 36, ziehen Mitspieler vor ihm immer noch den Hut. Deshalb träumen sie in Paris von einem dritten oder vierten Frühling des britischen Fußballgotts, der spektakuläre Traumpässe schlägt und geniale Freistöße in den Winkel zirkelt.

Doch noch mehr sehnen sie sich im Management von Paris St. Germain nach der Werbe-Ikone Beckham, die den Namen des Hauptstadtclubs in die Welt trägt. Seitdem die Familie des Emirs von Katar den zuletzt sportlich erfolglosen und finanziell angeschlagenen Verein im Juni gekauft hat, ticken die Uhren im Prinzenpark anders. Die Katari, Ausrichter der Weltmeisterschaft 2022, werfen in Paris mit ihren Petrodollar nur so um sich. Zuerst verpflichteten sie Leonardo, der mit Brasilien Weltmeister war und zuletzt Inter Mailand trainierte, als neuen Sportdirektor, dann holten sie für 43 Millionen Euro den argentinischen Mittelfeldstar Javier Pastore. Und nun Beckham?

Wer ihn einkauft, kauft sie gleich mit: Victoria Beckham (37). Nach ihrer Karriere bei den Spice Girls eroberte Posh-Spice nicht nur die Titelseiten von "Vogue", "Elle" und unzähligen Klatschmagazinen. Sie veröffentlicht Bücher, engagiert sich im Kampf gegen Hautkrebs und hat sich längst als erfolgreiche Designerin etabliert. Sie entwirft Jeans-Kollektionen und Düfte wie Intimately Beckham und Signature. Obwohl inzwischen Mutter von vier Kindern, macht die Britin im knappen Schwarzen und in atemberaubend hohen Highheels eine hinreißende Figur.

In der Modehauptstadt Paris, da ist sich "Tout Paris" sicher, müsste sich VIP Victoria demnach pudelwohl fühlen. Vor drei Jahren sorgte sie in Frankreich für Furore, als Louis-Vuitton-Modeschöpfer Marc Jacobs sie für eine neue Kampagne zu seiner Muse erkor. Die Beckhams in Paris, so prophezeit Marketing-Profi Gilles Dumas, das werde "eine prächtige Marketing-Operation".

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