Gregor Thomann (von links), Tobias Hilsenbeck und Julian Thomann sind bester Laune. Foto: Verein

Einen Paukenschlag im positiven Sinne kann die HSG Albstadt vermelden. Die in Albstadt aufgewachsenen und mit viel höherklassiger Erfahrung ausgestatteten Gregor und Julian Thomann spielen in der kommenden Saison in rot und schwarz.

"Ich habe sehr viele Nachrichten bekommen, da waren auch Gratulanten dabei, die mehr als 300 Kilometer entfernt von Albstadt wohnen. So etwas habe ich bei einer Verpflichtung noch nie erlebt."

Symphatie- und Leistungsträger

Diese Worte von Tobias Hilsenbeck – dem sportlichen Leiter der HSG Albstadt – unterstreichen eigentlich schon, welcher Coup dem Verein mit der Verpflichtung der Thomann-Zwillingen gelungen ist. "Die Vorfreude ist natürlich riesig. Die Beiden haben ein tolles Standing in der ganzen Region", so Hilsenbeck. Gregor – einstiger Co-Kapitän des HBW Balingen-Weilstetten – läuft aktuell noch in der 2. Liga für die HSG Konstanz auf. Er erklärt: "Ich habe großen Spaß daran, mit der HSG Erfolge zu feiern." Julian Thomann ist ebenfalls in der 2. Liga aktiv, allerdings als Trainer. Seit eineinhalb Jahren coacht er die Wölfe Würzburg. Für deren zweite Mannschaft steht er auch noch selber auf der Platte.

Der Verein erhofft sich von den Beiden eine positive Wirkung weit über deren handballerischen Fähigkeiten hinaus. "Sie sollen Leistungsträger sein, sind zugleich auch Sympathieträger. Beide haben über die Jahre ein großes Netzwerk aufgebaut, haben einen Trainerschein und sind natürlich auch im Hinblick auf Sponsoren interessant. Der ganze Verein wird von ihnen profitieren", denkt Hilsenbeck bereits etwas voraus. Vorher gilt es noch die aktuelle Runde ordentlich zu Ende zu spielen. "Das ist natürlich auch ein Schub für unseren aktuellen Kader. Die gesamte Mannschaft kann lernen, auch für den Jugendbereich ist das eine gute Geschichte", erläutert der sportliche Leiter.

Kader bleibt zusammen

Auch neben den Neuverpflichtungen wird am Kader gebastelt – so bleiben alle Akteure auch in der kommenden Saison an Bord. Doch wie schwierig waren letztlich die Verhandlungen, bis es die Zusage der Thomann-Zwillinge gab? Hilsenbeck meint: "Die Beiden hatten natürlich verschiedene Optionen und hätten auch ihre Verträge verlängern können. Aber es war schnell klar, dass diese Konstellation für alle Beteiligten der sympathischste Gedanke ist." So gab es mit Julian beispielsweise bereits Kontakt, bevor er nach Würzburg gewechselt sei.  "Die Beiden kennen ja auch einige Spieler aus der Mannschaft und haben sich auch Heimspiele angeschaut, also es war schon eine wohlüberlegte Entscheidung", sagt Hilsenbeck.

Erstmals für die HSG am Ball

Im übrigen ist es eine Premiere, denn bisher haben die Thomanns noch nie für die HSG gespielt, ihre handballerischen Anfänge erlebten sie einst bei der SG Albstadt. Über die JSG Balingen-Weilstetten und den TV Weilstettten ging es dann zum großen HBW.