Nick Woltemade geht im Trainingslager in Rottach-Egern seiner Arbeit beim VfB Stuttgart nach. Foto: Baumann

Das Hickhack um den Nationalstürmer hält an. Und der FC Bayern hofft auf ein Einlenken der Stuttgarter. Wir blicken auf die neuesten Entwicklungen.

Der VfB Stuttgart bleibt standhaft. Denn in Sachen Nick Woltemade sehen die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten weiterhin keinen Anlass, in irgendeiner Weise zu agieren oder zu reagieren. Trotz der ständigen Einlassungen aus München, da der FC Bayern den Stürmer verpflichten will und auf ein Einlenken der Stuttgarter hofft. Zwei Angebote hat der Rekordmeister bereits abgegeben (zuletzt 55 Millionen Euro inklusive Boni) und beide Male lehnte es der VfB-Vorstand um Alexander Wehrle in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat ab, sich überhaupt an einen Tisch zu setzen, um Verhandlungen aufzunehmen.

 

Das ist nach wie vor Stand im Hickhack um Woltemade. Und: Es gibt keine interne Deadline beim VfB, wie teilweise kolportiert wird. Danach sollte bis Mitte August Einigkeit über einen Transfer herrschen. Ansonsten wären die Stuttgarter nicht mehr bereit, überhaupt einem Wechsel zuzustimmen, hieß es in Medienberichten, da sie keinen passenden Ersatz mehr für den Angreifer bekämen. Nach Informationen unserer Zeitung haben sich die Stuttgarter aber weder eine Frist gesetzt noch hat sich an der Haltung etwas verändert, dass Woltemade bleiben soll.

Sowohl Wehrle als auch der Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und der Trainer Sebastian Hoeneß haben erklärt, dass sie mit dem 23-jährigen Nationalspieler fest planen. Woltemade steht aus VfB-Sicht schlichtweg nicht zum Verkauf. Aus diesem Grund wird auch keine Ablösesumme genannt, ab der die Stuttgarter ins Grübeln geraten würden. Zuletzt war zwar immer wieder von 65 Millionen Euro die Rede, doch das ist eine Richtgröße und kein Beschluss. Wehrle sprach von einer „außergewöhnlichen“ Offerte, die vorliegen müsse.

Stellt sich nur die Frage, wie hoch in Euro ausgedrückt die Summe sein muss, ehe der VfB in die konkreten Verhandlungen einsteigt. Zumal ja nicht nur die Bayern Interesse zeigen sollen. Auch englische Clubs werden neuerdings wieder genannt. Allerdings will Woltemade nur nach München, wie er klar gemacht hat.