Ein richtiger Hingucker und Rarität beim Cannstatter Umzug war die Hausmühle aus dem Jahre 1948, gezogen wurde sie von einem Hanomag R 40 aus dem Baujahr 1940 mit 40 PS im Besitz von Georg Mink in Dauchingen. Foto: Preuß

Oldtimer aus Wilflingen und Dauchingen zogen beim Umzug in Cannstatt die Blicke auf sich.

Welledingen-Wilflingen/Dauchingen - Oldtimerfreunde aus Wilflingen und Dauchingen bildeten beim Volksfestumzug in Cannstatt einen großen Tross. Organisiert wurde der Auftritt von Johannes Muschal aus Wilflingen.

Mit 18 alten Traktoren und den dazugehörenden Gespannen widmeten sich die Dauchinger und Wilflinger Oldtimerfreunde dem Thema "Vom Korn zum Brot." So konnten sich die Zuschauer an der Umzugstrecke ein Bild von der Arbeit machen, die auf den Äckern vor über 70 Jahren bewältigt werden musste. Die alten landwirtschaftlichen Geräte, etwa Zweischar-Volldrehpflug, Kultivator, Sähmaschine oder Ackerwalze stießen auf viel Interesse.

Hausmühle ein echtes Highlight

Als Highlight der mitgeführten landwirtschaftlichen Gerätschaften gilt eine Hausmühle. Dieses Koloss von Maschine wird mit einem "Sendling- Motor" über Transmissionsräder mit Flachriemen angetrieben. Diese Hausmühle erstand der Dauchinger Sammler Georg Mink von einem Obereschacher Bauern. Gebaut wurde sie einst im Jahre 1948 in Unterkirnach bei der Firma Beha. Hinter der Präsentation der alten Gerätschaften steckt eine logistische Meisterleistung, "denn mit diesen Gespannen fährt man nicht einfach so nach Cannstatt", verdeutlicht Mink.

Insgesamt zehn Lastwagen mit Tieflader waren erforderlich, um das Ganze unbeschadet zu transportieren. Hinzu kommen noch Autos mit Anhänger. Hier half wesentlich, dass die Firma Mahle den Dauchingern dazu eines ihrer Werksgelände zur Verfügung gestellt hat und man dort die Gespanne über Nacht parken und umzugsgerecht herrichten konnte.