Sergej Triller (am Ball) war lange Jahre ein Sicherheitsfaktor in der Hintermannschaft des FVLB und kümmert sich nun um die Defensive des SV Schopfheim. Foto: Michael Hundt (Archiv)

Eine neue Aufgabe am Oberfeld hat seit geraumer Zeit auch Ex-FVLB-Abwehrchef Sergej Triller inne. TuS Kleines Wiesental gastiert im Grütt. Steinen und Bad Bellingen benötigen Punkte.

„Absehbar“, sagt Fatih Cam, war die Verlängerung seines Vertrags, die der SV Schopfheim unter der Woche offiziell bekannt gab. Der 43-Jährige, dem nun auch „mehr Entscheidungsmacht“ zugetragen wurde, hat den „Schlafenden Riesen“ in den vergangenen Monaten wieder auferweckt. Mit dem SVS soll noch in dieser Runde der Aufstieg in die Bezirksliga Hochrhein gelingen. Verlängert hat Cam erneut für ein Jahr. „Alles andere macht keinen Sinn für mich. Man muss immer schauen, ob wir die Ziele erreichen und ob man eine Weiterentwicklung sieht.“

 

Sergej Triller unterstützt den SV Schopfheim

Weiterhin dabei ist auch Sergej Triller. Was bislang noch gar nicht so bekannt war: Der 38-Jährige unterstützt Cam seit dieser Spielzeit als Co-Trainer. „Wir kennen uns seit über 20 Jahren. Sergej hatte zuvor nicht wirklich einen Bezug zum SV Schopfheim. Er hat es hauptsächlich mir zur Liebe gemacht“, erklärt Cam. „Ursprünglich wollte ich auch, dass er ein paar Spiele macht. An den Wochenenden ist er aber meistens gebunden.“ Ein einziger Einsatz in einem Testspiel im Winter steht für Triller bislang zu Buche.

„Er ist jetzt aber auch ein bisschen angestachelt aufgrund unseres guten Weges und der Entwicklung. In der Hinrunde war er bei zwei, drei Spielen als Co-Trainer dabei, jetzt in der Rückrunde schon dreimal“, freut sich Cam, der von einer netten Anekdote berichtet: „Bei der ersten Einheit im Sommer habe ich eine Übung vorbereitet und es lief aber überhaupt nicht, obwohl sie ganz simpel war. Sergej kam dann zu mir und hat gesagt, wenn es so weiter geht, steigt er ins Auto und kommt nie mehr. Aber wir haben es jetzt alles relativ gut hinbekommen, würde ich sagen.“

Einmal pro Woche wird die Viererkette spezifisch trainiert

Einmal pro Woche kümmert sich Triller spezifisch um Übungen, die vor allem die Defensive rund um die Viererkette betreffen. „Die Jungs nehmen es auch super an, was er sagt. Sergejs Erfahrung ist schließlich sehr groß“, so Cam. Triller war jahrelang als Kapitän für den FV Lörrach-Brombach in der Innenverteidigung aktiv. Mit dem FVLB absolvierte er auch zahlreiche Spiele in der Verbandsliga.

„Manchmal, wenn es passt, ist er auch bei den Spielformen dabei. Er hat auch Bock darauf“, verrät Cam. Der Schopfheimer Übungsleiter ist unterdessen schon im Besitz der Trainer-C-Lizenz. „Die B-Lizenz würde ich gerne noch machen, dafür muss ich aber eine Bezirksliga-Mannschaft trainieren.“ Möglicherweise erfüllt sich dieser Wunsch schon in diesem Sommer. Mit dem SVS trifft er am Samstagnachmittag, 14.30 Uhr, zuhause auf den TuS Efringen-Kirchen. Ein echtes Traditionsduell also. Später am Abend (18 Uhr) ist dann auch Spitzenreiter TuS Kleines Wiesental gefordert. Der Primus gastiert im Grütt beim FVLB II. Fünf Punkte liegen Schopfheim und das Kleine Wiesental weiter auseinander.

Bad Bellingen und Steinen benötigen Punkte

Den Schwung aus der Vorwoche würde der FC Bad Bellingen II auch gerne mit in dieses Wochenende nehmen. Die Landesliga-Reserve ist am Sonntag, 15 Uhr, zu Gast beim FC Steinen-Höllstein. Beide Teams benötigen noch Punkte für den Klassenerhalt. „Das ist ein wichtiges Spiel für uns. Ich hoffe, dass wir wieder etwas Zählbares mitnehmen können“, sagt Bad Bellingens Trainer Gabriel Iordan. Offen ist noch die Zukunft des 38-Jährigen. Ob er auch in der kommenden Saison den FC Bad Bellingen II trainieren wird, steht zurzeit in den Sternen.

An Boden verliert der FSV Rheinfelden II. Erst ein Sieg sprang in der Rückrunde heraus. Nach der Trennung von Trainer Tolga Polat in der Winter-Vorbereitung sind die Löwenstädter aus dem Flow gekommen.

Nach der Hinserie hatte der FSV noch auf dem zweiten Platz gelegen mit nur drei Punkten Rückstand auf den Tabellenführer. Inzwischen ist Rheinfelden II Vierter. Satte 13 Zähler groß ist nun aber schon die Lücke zu den Kleinwiesentälern. Neu-Coach Arianit Metaj hat zudem mit personellen Problemen zu kämpfen. Auch deshalb musste man sich vor Wochenfrist etwa in Kandern mit 1:2 geschlagen geben. Apropos Kandern: Der Tabellenelfte kann sich an diesem Wochenende zurücklehnen. Er hat spielfrei. Die Rheinfelder bekommen es derweil am Sonntag (16 Uhr) mit dem TuS Binzen II zu tun.