Trainer Daniel Sajko hat den personellen Umbruch bislang sehr gut gemeistert. Foto: Kraushaar

Daniel Sajko und Ishak Bayrak bleiben dem SV Althengstett erhalten. Das Spielertrainerduo hat den personellen Umbruch der Mannschaft gut gemeistert.

"Die Vertragsverlängerung von mir und Ishak Bayrak war kein großes Thema. Wir waren uns schnell einig, den Althengstetter Weg weiter mitzugehen", sagt Trainer Daniel Sajko zum Engagement beim SV Althengstett für die Spielrunde 2021/2022. Das Spielertrainer-Duo hatte den Bezirksligisten nach einem harten personellen Umbruch als nominellen Abstiegskandidaten übernommen und in den elf absolvierten Spielen bis Ende Oktober mit 15 Punkte und 13:18 Toren auf Rang sieben geführt.

Mit einem 3:3 gegen den Aufsteiger TSV Dagersheim hatte sich der SV Althengstett in die Corona Zwangspause verabschiedet. Es war ein Spiel mit drei von insgesamt lediglich 18 Gegentoren.

"Wir würden defensiv noch deutlich besser da stehen, wenn das 0:7 bei Fortuna Böblingen nicht passiert wäre", blickt Daniel Sajko zurück, der in der zurückliegenden Saison noch für die A-Liga-Mannschaft die sportliche Verantwortung getragen hatte.

Nach dem 0:7-Debakel fing sich der SV Althengstett dank einem starken Auftritt gegen den SV Deckenpfronn (1:1) aber schnell wieder, steckte auch die knappe 0:1-Niederlage beim Türkischen SV Herrenberg weg und stand gegen den VfL Nagold II (2:2) nach Toren von Jonas Reichenauer (81.) und Niklas Woller (89.) vor einem Last-Minute-Sieg. "Wir funktionieren als Team", hat Daniel Sajko den wesentlichen Grund für die gute Zwischenbilanz ausgemacht, die der SVA am 8. Spieltag mit einem 1:0-Sieg beim TSV Haiterbach bestätigen konnte.

Dabei musste der Trainer zum Beginn der Runde seine Viererkette in der Abwehr komplett neu aufbauen. Nachdem auch noch Routinier Markus Schneider (zum 1. FC Altburg) abgesprungen war, rückten mit Omar ­Baghdadi, Ferdinand Gans, Ishak Bayrak, Mario Oliveira und der vom SV Schönbronn zurückgekehrte Florian Kömpf durchweg Spieler aus der zweiten Reihe zum Stammspieler auf.

Positive Entwicklung der Mannschaft

"Wir hatten Spieler aus der B-Liga in der Startelf", blickt Daniel Sajko auf die Anfänge der positiven Entwicklung der Mannschaft zurück. Inzwischen hatte er Mario Oliveira in die Innenverteidigung zu Florian Kömpf gestellt und seinen Co-Trainer Ishak Bayrak in die Offensive beordert.

"Dustin Krießler als Abräumer im Mittelfeld, Visar Behrami, der mit seiner körperlichen Präsenz Bälle festmachen kann, und Jonas Reichenauer mit seinem Tempo", streicht Daniel Sajko als weitere Eckpunkte heraus. Reichenauer, Oliveira, Bayrak und Behrami kamen bis zur Zwangspause auf jeweils zwei Tore, der wiedererstarkte Außenstürmer Niklas Woller auf deren vier.

Als Manko haben die Trainer den Umstand ausgemacht, dass ihnen nur ein recht kleiner Kader zur Verfügung steht. Das wird sich – sollte die Saison tatsächlich weitergeführt werden – jedoch ändern. "Mit dem vielseitig verwendbaren Allrounder Jonas Poscharsky (zuletzt Spvgg Bad Teinach Zavelstein – hat beim SVA aber schon Bezirksliga gespielt), Felix Bruger (SC Ludwigsburg/KSV Hoheneck Kreisliga A Enz/Murr) und Domenico Bjelobradic (zuletzt NK Zagreb Sindelfingen) kehren drei ehemalige Althengstetter zurück.

"Alle sind bei uns in der Jugend ausgebildet worden und haben auch schon bei den Aktiven gespielt", freut sich Daniel Sajko auf die Alternativen. Damit trägt er den von der neuen Abteilungsleitung um Alexander May und Alexander Herzog, sowie Spielleiter Steffen Franke eingeschlagenen „"Althengstetter Weg", möglichst auf eigene Spieler zu vertrauen, voll mit.

Starker Zusammenhalt

"Stand heute wird uns zum Saisonende kein Spieler verlassen", freut sich der Trainer über den in relativ kurzer Zeit neu aufgebauten Zusammenhalt.

Lediglich Torhüter Fabian Flik von der zweiten Mannschaft, der im Moment keine Chance sieht, an Tom Talmon Gros, der aktuellen Nummer eins, vorbei zu kommen, will sich mit einem Wechsel zum TSV Merklingen (Bezirk Enz/Murr) um Einsatzzeiten in der Bezirksliga bemühen.

Die fußballlose Zeit haben die Althengstetter mit individuellen Läufen überbrückt. Die Lockerung Anfang März wurde zudem zu ein paar Trainingseinheiten in Zehnergruppen genützt. "Für uns Trainer ist die Situation fast noch schlimmer als für die Spieler. Wir müssen mit allen Unabwägbarkeiten planen und die Jungs bei Laune halten", beschreibt Daniel Sajko die aktuelle Situation. "Wichtig war natürlich, dass sich die Jungs wieder sehen und etwas Spaß haben".

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