Gemeinsamer Triumph: Konstantin Bitter und Kim Renkema feiern nach dem Triple mit der Meisterschale. Foto: Baumann/Cathrin Müller

Konstantin Bitter, der Coach des Volleyball-Bundesligisten Allianz MTV Stuttgart, bedauert den Abgang von Kim Renkema – und will der scheidenden Sportdirektorin mit seinem Team ein letztes Geschenk machen.

In der Bundesliga und in der Champions League stehen für die Stuttgarter Volleyballerinnen fünf wichtige Spiele an – gegen den SC Potsdam (4. Januar), in Dresden (11. Januar) und Schwerin (18. Januar) geht es um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs, gegen BKS Bielsko-Biala/Polen (8. Januar) und CSO Voluntari/Rumänien (22. Januar) um den Einzug in die Play-offs der Königsklasse. Da kann Trainer Konstantin Bitter eines ganz sicher nicht gebrauchen: Unruhe. Doch genau diese gibt es bei Allianz MTV Stuttgart derzeit im Übermaß.

 

Auch den Coach macht der Abschied von Sportdirektorin Kim Renkema betroffen. „Ich habe ein sehr enges Verhältnis zu ihr, fühle mich ihr sehr verbunden. Ich habe nicht nur allergrößten Respekt vor ihrer Leistung, denn ein Großteil der Entwicklung zum dominierenden Verein in Deutschland ist ihr zuzuschreiben. Ich bin ihr auch dankbar – sie hat mich nach Stuttgart geholt und mir eine große Chance gegeben“, sagt Konstantin Bitter, der den Verein in einer „sehr schwierigen Situation“ sieht: „Kim Renkema ist das Gesicht von Allianz MTV Stuttgart und nicht zu ersetzen. Und trotzdem muss es einen Neuanfang geben.“

Dabei könnte der Triple-Trainer eine noch wichtigere Rolle spielen als ohnehin schon. Denn einige Aufgaben von Kim Renkema könnten auf seinem Schreibtisch landen. Und bei der Zusammenstellung des Kaders für die nächste Saison wird er wohl mehr Verantwortung übernehmen müssen als üblich. „Wir haben noch nicht darüber gesprochen, wie es im Detail ablaufen wird“, sagt Bitter, „für mich und die Mannschaft ist erst einmal wichtig, den Fans, den Sponsoren und dem Umfeld weiterhin eine gute Show zu bieten und die Saison erfolgreich zu Ende zu bringen. Damit können wir unseren Dank an Kim Renkema am besten ausdrücken.“