Daniel Kreudler führte den VfB Effringen im Sommer zurück in die Kreisliga A. Foto: Eibner-Pressefoto/Andreas Ulmer

Eigentlich ist der VfB Effringen zufrieden mit seinem Trainer Daniel Kreudler – vor allem menschlich. Dennoch soll jetzt nach vier Jahren ein neuer Wind wehen.

Eines macht Dennis Bäuerle ganz deutlich: Leicht sei die Entscheidung nicht gefallen, nach dieser Saison getrennte Wege zu gehen. Ohnehin betont der Leiter der Fußball-Abteilung des VfB Effringen, dass man zwar momentan Tabellenvorletzter der Staffel 2 der Kreisliga A, die vier Jahre mit Daniel Kreudler als Trainer in Summe erfolgreich waren: „Das hat nichts mit der aktuellen Situation zu tun. Es ist ja sowieso noch nichts verloren. Und das ist auch keine Entscheidung gegen ihn. Aber nach vier Jahren muss jetzt einfach mal ein neuer Wind rein.“

 

Aufstieg war Highlight

Daniel Kreudler übernahm den VfB Effringen zu Beginn der Saison 2021/22. Im ersten Jahr konnte sich der Verein knapp in der Kreisliga A halten, im Folgejahr der Abstieg aber nicht verhindert werden. Nach dem dritten Platz in der Saison 2023/24 wurde der VfB Effringen vergangene Saison Vizemeister in der Kreisliga B und kehrte über die Relegation in die Kreisliga A zurück. „Das war das Highlight in den vier Jahren“, erinnert sich Bäuerle noch gerne zurück.

Dass der VfB Effringen derzeit auf einem Abstiegsplatz steht, habe laut dem Abteilungsleiter nichts mit Daniel Kreudler zu tun. „Wir würden besser dastehen ohne die vielen Verletzten“, unterstreicht der Abteilungsleiter. Unter anderem sind auch Daniel Kreudler selbst und sein Co-Trainer Marvin Kreudler, die beide auch als Spielertrainer fungieren, verletzt. Bäuerle: „Uns sind in der Mannschaft Eckpfeiler weggebrochen.“ In Anbetracht der nur vier Punkte Rückstand auf den SC Neubulach und den FV Calw, die auf den mutmaßlichen Nichtabstiegsplätzen stehen, aber jeweils ein Spiel mehr ausgetragen haben, sei in der Rückrunde noch alles möglich. Bäuerle: „Wir hoffen, die Saison mit dem Klassenerhalt beenden zu können. Das würde der Ära Daniel Kreudler gerecht werden.“

Überall mitgeholfen

Spuren hat der 34-Jährige in Effringen jedoch nicht nur auf dem Platz hinterlassen. „Er hat ein harmonisches Verhältnis zu jedem – bis zur Jugend“, lobt Bäuerle und ist beeindruckt: „Was er und auch sein Co-Trainer Marvin Kreudler in den Verein investieren, ist hevorragend. Arbeitseinsätze, beim Sportheim-Umbau helfen, Rasen mähen – überall sind sie dabei. Das ist nicht selbstverständlich.“ Selbst um die Trainingsausrüstung habe sich der scheidende Spielertrainer gekümmert. „Es wird sehr schwer werden, so einen wieder zu finden“, macht Bäuerle deutlich.

Und genau diese Suche nach einem Nachfolger von Daniel Kreudler ist derzeit in vollem Gange. „Wir sind in Gesprächen“, sagt der Effringer Abteilungsleiter zum aktuellen Stand und merkt an: „Gerne wieder ein Spielertrainer. Einer, der uns auch auf dem Feld weiterbringt.“