Mehmet (links) und Samed Akbaba posieren vor dem Duell beim Sparkassen-Indoor-Cup gemeinsam. Auch in der Wintervorbereitung haben die Brüder wieder ein Testspiel ausgemacht. Foto: Kara

Mehmet und Samed Akbaba sind Brüder und lieben beide den Fußball. Mit unserer Redaktion haben die Trainer der Balinger U19 sowie des FC 07 Albstadt über ihr Verhältnis, Duelle und vieles mehr gesprochen.

Viertelfinale beim Sparkassen-Indoor-Cup, TSG Balingen U19 gegen den FC 07 Albstadt: Die Balinger U19 setzt sich am Ende mit 5:3 durch – gleichzeitig steht es dadurch auch 2:0 für Mehmet Akbaba im Duell mit seinem Bruder Samed. Bereits in der Sommervorbereitung hatten sich die TSG-Youngsters durchgesetzt.

 

07-Spielertrainer Samed Akbaba scherzt: „Da habe ich mich bei meinen Jungs bedankt, dass ich mir wieder zwei Wochen lang was anhören darf.“ Schmunzelnd fügt er noch hinzu: „Ich habe den Indoor-Cup als Spieler ja schon gewonnen, daher wollte ich Mehmet die Gelegenheit geben.“ Sein Bruder bringt es auf den Punkt und meint: „Wir sticheln beide sehr gerne, das gehört einfach dazu. Unser Verhältnis ist aber wirklich top.“ Am 26. Februar kommt es dann übrigens schon zur Revanche, wenn die Teams ein Testspiel in Albstadt bestreiten.

Schon viel erlebt

Dieses Thema war nur eine Sequenz eines sehr launigen Gesprächs mit den Akbaba-Brüdern. Mehmet, 36 Jahre alt, hat in seiner Karriere schon viel erlebt und sagt selbst: „Ich war brutal viel unterwegs.“ So stehen Stationen beim FC 07 Albstadt (Jugend und Aktive), TSG Balingen (Jugend), FC Winterlingen, Türk Sigmaringen, SpVgg Mössingen, SGM Hart/Owingen, TSV Boll, SG Empfingen und mittlerweile als U19-Trainer bei der TSG Balingen in seiner Vita. Samed, mit 31 der jüngere Bruder, spielte in der Jugend neben dem FC 07 noch beim SSV Reutlingen, wechselte als Aktiver dann nach Winterlingen und wieder zurück nach Albstadt. Dort spielt er seit mittlerweile zwölf Jahren und ist seit Sommer Cheftrainer.

„Wir sind beide sehr ehrgeizig, man hört uns auf dem Platz. Wir leben für diese Sportart und haben die gleiche Liebe zum Fußball“, nennt Mehmet eine Parallele. Samed denkt postwendend an Tage in seiner Kindheit zurück: „Ich war oft mit ihm und seinen Kumpels unterwegs, auch wenn die natürlich älter waren als ich. Wir hatten einen Bolzplatz direkt vor der Haustüre, das war eine tolle Zeit.“

Fußball immer im Vordergrund

So kennen die Brüder – die sich wöchentlich sehen und noch vier weitere Geschwister haben – meist nur ein Gesprächsthema. „Es dreht sich ganz viel um Fußball“, erwähnen beide mit einem Grinsen. So schaut man sich bei Gelegenheit auch gerne bei den jeweiligen Spielen zu.

Seit der Entlassung von Oliver Hack beim FC 07 Albstadt vereint beide auch die Tätigkeit als Trainer. Während Mehmet dies schon jahrelang macht und einige Stationen als Spielertrainer hatte, ist dies bei Samed erst gut ein Jahr der Fall. „Der Gedanke so eine Tätigkeit mal zu machen, war bereits da. Ich dachte aber nicht gleich an einen Landesligisten. Als ich das erste Mal als Trainer eine Besprechung gemacht habe, war es ein komisches Gefühl, aber die Arbeit macht mir ganz viel Spaß“, so der Albstädter Spielertrainer. Die Anmeldung zur B-Lizenz ist erfolgt, Mehmet hat diese bereits seit Jahren in der Tasche.

Brüder als Trainer-Duo?

So schätzen die Brüder jeweils die Arbeit des anderen. Ob es je ein Trainer-Duo der beiden geben wird? „Im Fußball kann man nie alles vorhersehen. Prinzipiell übernehmen wir aber beide sehr gerne Verantwortung, es wäre zu schade, wenn da einer der Co-Trainer des anderen wäre. Uns macht es Spaß, wenn wir Gegner sind“, kommt der U19-Trainer der TSG nochmals auf das Anfangsthema zurück. Gleichwohl erwähnt Samed: „Rein von der Denkweise und unserer Idee vom Fußball könnte es schon klappen.“

Klare Ziele haben beide für die anstehende Rückrunde. Die 07er möchten in der Landesliga möglichst schnell den Klassenerhalt klar machen, die TSG-U19 würde gerne in die Oberliga aufsteigen. Die Gesprächsthemen für die Treffen der beiden werden also auf keinen Fall ausgehen.