Mit 13 Punkten aus 19 Spielen steckt Bezirksligist SGM Schramberg/Sulgen tief im Tabellenkeller. Ein neuer Offensivspieler soll helfen, es noch mal spannend zu machen.
Kajetan Kohlmann redet nicht lange um den heißen Brei herum. „Wir müssen versuchen, das Unmögliche möglich zu machen“, sagt der Trainer des Bezirksligisten SGM Schramberg/Sulgen mit Blick auf die Rückrunde. Kohlmann hat im Sommer gemeinsam mit Albijan Spahija das sportliche Zepter im Verein als Trainerduo übernommen.
In ihrer ersten Saison als Coaches waren sie direkt mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Im Sommer gab’s zahlreiche Personalwechsel, zudem stand die erste Halbserie sportlich unter keinem guten Stern. 13 Punkte aus 19 Spielen stehen zur Winterpause zu Buche. Ein Punkteschnitt, der in der starken und harten Bezirksliga Schwarzwald/Zollern sicher nicht zum Klassenerhalt reichen würde.
Das weiß auch Kohlmann. „40 Punkte müssten es schon sein“, sagt er und spricht von einer „Mammutaufgabe“, um eben jene Punktzahl zu erreichen. Daher hat man sich der SGM auch schon mit dem drohenden Szenario eines Abstiegs beschäftigte und Fakten geschaffen: Die beiden Trainer werden auch in der kommenden Saison weitermachen – egal in welcher Liga.
Niemals aufgeben
Noch aber wollen die Coaches nicht aufgeben. „Und das werden wir auch bis zum letzten Spieltag nicht, egal wo wir in der Tabelle stehen. Das erwarte ich von der Mannschaft“, sagt Kohlmann. Seine Hoffnung liegt dabei auf einem guten Start in die Rest-Rückrunde: Gegen Trillfingen und die SGM Hardt/Lauterbach soll es nach Möglichkeit sechs Punkte geben. Dann wäre man wieder voll im Rennen im Kampf um den Klassenerhalt.
Offensiver Neuzugang
Die Vorbereitung auf den Re-Start läuft dabei auf Hochtouren – und Kohlmann ist zufrieden. „Alle ziehen mit, alle sind heiß“, sagt er. Zudem können er und Spahija auf einen neuen Mann in der Offensive bauen.
Oktaj Amedor ist aus Mazedonien zur SGM gekommen. Sein Onkel ist bereits in Schramberg im Verein, so kam der Kontakt zustande. Nun ist alles klar und der Anfang-20-Jährige soll die Offensive des Bezirksligisten beleben. „Er hat viel Potenzial und wird uns auf jeden Fall verstärken“, ist Kohlmann überzeugt.
So ist die Lage im Tabellenkeller
Ob das allein reichen wird, um eine Aufholjagd zu starten, wird sich zeigen. Denn neun Punkte beträgt der Abstand derzeit mindestens aufs rettende Ufer, zudem haben einige Teams im Tabellenkeller aufgrund von witterungsbedingten Spielabsagen vor Weihnachten nicht alle Partien absolviert. Das weiß man natürlich auch bei der SGM Schramberg/Sulgen.
Das Trainerteam sieht in der Rückrunde vor allem noch Verbesserungspotenzial im Umschaltspiel und der Kompaktheit. Vor allem letzteres dürfte wichtig werden. Denn in 19 Partien kassierte die SGM 81 Treffer und hat mit -50 die schlechteste Tordifferenz der Liga. Ein Wert, der sich verbessern muss auf dem Weg, das Unmöglich vielleicht noch möglich zu machen.