Cheftrainer Murat Isik wird den Regionalligisten TSG Balinge am Saisonende verlassen. Foto: Eibner

Wohin zieht es den scheidenden Cheftrainer des Regionalligisten TSG Balingen am Saisonende? Wir haben mit ihm gesprochen.

Weil Murat Isik wie berichtet das Angebot der Verantwortlichen ausschlug, die Regionalliga-Fußballer der TSG Balingen auch in der kommenden Saison zu trainieren, ist die Vereinsführung um Manager Jonathan Annel und Vereinschef Eugen Straubinger derzeit auf Trainersuche. Wasserstandsmeldungen geben sie nicht ab, das hatten die Funktionäre schon vorab angekündigt.

 

Ziel: Ambitionierter Klub mit Entwicklungspotenzial

Was aber wird eigentlich aus Isik im Sommer? Das wisse er selbst noch nicht, sagt der 50-jährige Nürtinger. Ein Folge-Engagement bei einem „ambitionierten Klub mit Entwicklungspotenzial“ schließe er keineswegs aus. Aber es sei kein Muss. Das hat Gründe: Zum einen ist der Unternehmer schon im Hauptjob gut ausgelastet und fiele nicht ins berufliche Nichts. Zum anderen hatte sich Isik schon einmal eine Trainer-Auszeit gegönnt. „Ich weiß daher, was auf mich zukommen würde und kann sagen, dass eine Pause manchmal auch das Richtige für die Entwicklung sein kann.“ Bis zum Sommer 2018 coachte Isik die U17 des VfB Stuttgart, setzte dann als Trainer aus, um im Januar 2024 zur TSG zu gehen. „Fußball und der Trainerjob bleiben meine Leidenschaft.“ Daher könne es gut sein, dass er in naher Zukunft erneut auf der Trainerbank Platz nehme. „Ich bin maximal entspannt und lasse alles auf mich zukommen. Derzeit gilt mein ganzer Fokus jedoch der Balinger Mannschaft.“

Murat Isik folgt in Balingen auf Martin Braun

Isik hatte sich im Winter 2023/2024 dem damals wie heute akut abstiegsbedrohten Südwest-Regionalligisten angeschlossen – er folgte auf Martin Braun. Zwar konnte Isik den Abstieg nicht mehr verhindern. Gleichwohl schaffte er in der Folgesaison das Kunststück, die Mannschaft hinter Großaspach auf Oberliga-Platz 2, sodann über die Aufstiegsspiele zurück in die vierte Liga und zudem ins WFV-Pokal-Finale zu führen. Dabei kompensierte er einen Aderlass von 18 Abgängen und baute eine mit jungen Spielern gespickte Truppe auf, die direkt um die Meisterschaft spielte.