Die TGB Lahr hat die Vorrunde in der Kreisliga A Süd punktgleich mit dem Spitzenreiter abgeschlossen. Foto: Künstle

Türk Gencler Birliği Lahr blickt in der Kreisliga A Süd auf eine gelungene Hinrunde zurück. Einen Anteil daran hat Coach Christian Saban. Doch kann er anderen Angebote widerstehen?

Der Name Christian Saban zählt derzeit zu den am heißesten gehandelten Aktien am regionalen Fußballtrainer-Markt. Der frühere Stürmer (aktiv bei SV Oberkirch, SV Stadelhofen, FV Sulz, Lahrer FV, SV Zunsweier) hat sich auf seinen bisherigen Stationen, zunächst als Jugendtrainer beim FV Sulz, danach Co- und Cheftrainer beim SV Rust, mit dem er in die Landesliga aufstieg, einen guten Namen erworben.

 

Beste Defensive der gesamten Staffel

Im Dezember 2024 übernahm der 48-Jährige nach einer kurzen Pause als Cheftrainer die Türkische Jugend Sportgemeinschaft (Türk Gencler Birliği) Lahr. Innerhalb kürzester Zeit zeigte sich, dass Saban mit seinen klaren taktischen Vorstellungen der Mannschaft eine Handschrift vermitteln konnte. Mit 51 Punkten wurde die Saison 2024/2025 auf Rang fünf der Kreisliga A Süd abgeschlossen. Ein Zwischenschritt, geht es nach den Vorstellungen der bekannt ehrgeizigen TGB-Verantwortlichen. Das ist allerdings eine Philosophie, mit der sich Saban identifizieren konnte: „Wer mich kennt, weiß, dass ich mir hohe, durch harte Arbeit aber auch erreichbare Ziele stecke. Der bisherige Weg verlief nicht immer nur nach oben, aber der Kader ist fit und bildet, auch bedingt durch starke Neuzugänge, nun ein Kollektiv, das noch besser werden kann.“

Unter anderem kamen die beiden Ex-Langenwinkler Mike Gbajie und Yven Kraut im Sommer hinzu, ebenso Seyithan Olcan (alle vom SV Rust), dazu Lars Szkibick (SV Oberkirch). Das Quartett erhöhte die vorhandene Kaderqualität nochmals signifikant. Die Vorrunde 2025/2026 schloss TGB Lahr punktgleich mit Primus Spielvereinigung Schiltach und 38 Punkten auf Rang zwei, weist mit 13 Gegentreffern die beste Abwehr der Staffel auf. Außerdem erreichte man das Halbfinale des Bezirkspokals, wo die Lahrer ausgerechnet auf Sabans Ex-Verein SV Rust treffen. „Von Platz zwei zum Jahreswechsel können wir uns nichts kaufen, aber es war eine alles in allem gute Hinserie. Aber wir sind noch längst nicht da, wo wir hin wollen, dafür wartet noch eine Menge Arbeit auf uns“, sagt Saban.

Trainer vermeidet klares Bekenntnis zum Verein

Der Verein sieht wie auch er Optimierungsbedarf auf den Positionen Torhüter und links defensiv, wofür die ersten bereits fixen Neuzugänge demnächst offiziell bekanntgemacht werden. Abgesehen davon plant der Coach für die Rückrunden-Vorbereitung insbesondere taktisches Arbeiten. „Wir wollen mehrere Systeme einstudieren, um für Gegner noch schwerer ausrechenbar zu sein“, hat sich Saban auf die Liste an zu erledigenden Aufgaben gesetzt.

Christian Saban ist auf dem Trainermarkt begehrt. Ob er in Lahr bleibt, ist unklar. Foto: privat

Interessant ist dieser Tage die Frage nach der Zukunft: Wo und wie geht es für Saban im Sommer, nach der aktuellen Spielzeit, weiter? Dass TGB Lahr zu gerne mit seinem Coach verlängern würde, gilt als sicher. Doch auch das Interesse anderer Vereine, darunter auch aus der Verbands- und Landesliga, ist verbürgt. Auf Nachfrage unserer Redaktion reagiert Christian Saban beim Thema höflich-zurückhaltend: „Ich fühle mich wohl bei TGB, es ist eine zugleich herausfordernde wie wertvolle Aufgabe. Fakt ist aber, dass ich für den Sommer 2026 noch nirgendwo im Wort stehe. Mehr kann und möchte zum jetzigen Zeitpunkt nicht dazu sagen. Wir bereiten uns ab Januar auf die Rückrunde vor und ich werde mir, schon aus Respekt, in Gesprächen alles anhören.“ Mit einer Entscheidung sei zeitnah noch nicht zu rechnen, lässt der Coach abschließend durchblicken.