Ein Rückblick auf das vergangene Jahr, viel Musik, Witze und lustige Sprüche warteten zum Abschluss der Traditionsfeier der Schäferzunft auf die Besucher im Trillfinger Vereinsheim. Trotz einiger Programmänderungen gab es viel Lob und Gratulationen.
Martin Beuter, der Zunftmeister der Schäferzunft, sprach bei der abendlichen Rechnungsabhör von einem ungewöhnlichen Jahrtag und von einem historischen Schritt in der nun beinahe 250-jährigen Geschichte seiner Vereinigung. So habe in diesem Jahr das Seel- und Lobamt bei dem mit Pfarrer Dieter Mayer trotz seines Ruhestands mitwirkte, erstmals am Abend stattgefunden. Zudem seien die morgendliche Rechnungsabhör sowie das Gabelfrühstück ganz ausgefallen.
Dieser Schritt habe Beuter weh getan, sei aber nötig gewesen, da die morgendliche Rechnungsabhör im vergangenen Jahr auf nur ganz geringes Interesse gestoßen sei. Die Neuerungen seien ohne Kritik angenommen worden. Im Zuge der Veränderungen der heutigen Zeit seien Anpassungen vonnöten, „um die Tradition aufrechtzuerhalten“. Nun gelte es, abzuwarten, ob man auch in der Zukunft mit dem neuen Rezept Erfolg hat.
So viel hat sich in 28 Jahren bei der Zunft getan
Beuter, der am Montag auf den Tag genau 28 Jahre im Amt ist, bekräftigte, noch einige Jahre dranzuhängen und blickte auf die Zeit seines Wirkens in der Zunft zurück. Er verwies auf diverse Änderungen unter seiner Regie: So sei ein Mitgliedsbeitrag eingeführt worden, es sei der Eintrag ins Vereinsregister erfolgt, und inzwischen dürfen auch Frauen Mitglieder werden. Über die Umzüge der Zunftherberge und diverse tolle Veranstaltungen berichtete der Zunftmeister ebenfalls, und betonte, dass es seit 2020 Gottesdienste in der Pfarrkirche gebe. Zudem sei er der jüngste Zunftmeister in Trillfingen überhaupt und der erste ledige. Beuter lobte auch Kerzenmeister Berthold Schwarz, der sogar seit 1981 aktiv ist.
Das ist im vergangenen Jahr geschehen
In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr berichtete der Zunftmeister über den Jahrtag mit dem Seel- und Lobamt mit Pfarrer Dieter Mayer und den nur mäßig besuchten Jahrtagsabend, der durch den tollen Auftritt der „Heiligen drei Zemmerner“ dennoch zu einem Erfolg geworden sei. Letztere seien sogar in die Trillfinger Schäferzunft eingetreten. Auf den Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Mayer ging Beuter ebenfalls ein. Laut dem Zunftmeister sank die Zahl der Mitglieder im vergangenen Jahr von 138 auf 137. Da am Montag aber Bürgermeister Heiko Lebherz der Zunft beitrat, sind es nun wieder 138 Mitglieder. Der Bürgermeister war wie Trillfingens Ortsvorsteher Horst Henle unter den Gästen. Die beiden hörten dem Vortrag aufmerksam zu.
Darum ging es im Beitrag des Bürgermeisters
Lebherz gratulierte Beuter zu seinem Wirken als Zunftmeister und lobte Pfarrer Mayer, der zum 33. Mal beim Schäferjahrtag in Trillfingen gewesen sei. Er sprach von der „ältesten Veranstaltung der Stadt“. Beuter wiederum freute sich, ein kleines Plus in der Kasse vermelden zu dürfen.
Dieses musikalische Programm wurde geboten
Die Bauernkapelle aus Trillfingen eröffnete den Abend mit dem „Egerländer Musikantenmarsch“. Auch mit der peppigen „Fuchsgrabenpolka“ wartete das Orchester auf – und spätestens bei „Der alte Schäfer“ wurde im Saal kräftig gesungen. Flott und fetzig ging es dann beim Auftritt der „Eyachtaler Wirtshausmusikanten“ zu: So wurden nicht nur Witze gerissen, sondern etwa mit dem „Begrüßungspolka“ und dem lustigen schwäbischen „Mer isch oifach koa Kerle mai“ für gute Laune gesorgt. Bei der abwechslungsreichen „Kuschelpolka“ ging der Musikverein melodisch vor, das Publikum klatschte dazu begeistert mit. Zudem forderte die Kapelle später musikalisch „Sag Dankeschön mit roten Rosen“ und schunkelte teils mit.