Bei der Weihnachtsfeier der Awo-Ortsgruppe Hornberg hat Vorsitzende Henriette Haas mahnende Worte an die zahlreichen Anwesenden in der Stadthalle gerichtet.
Traditionell lädt die Hornberger Ortsgruppe der Arbeiterwohlfahrt am dritten Adventssonntag zur Weihnachtsfeier in die Stadthalle ein. In der festlich geschmückten Halle verbrachten die Senioren in vorweihnachtlicher Atmosphäre einen schönen Nachmittag mit viel Musik samt Kaffee und Kuchen.
Die zahlreichen Gäste wurden bereits im Foyer von der Ortsgruppen-Vorsitzenden Henriette Haas herzlich willkommen geheißen, die sich sehr über die Anwesenheit der Bewohner des Stephanus-Hauses samt Betreuerteam freute.
Ensemble der Musikschule spielt feierlich auf
Zur Einstimmung spielte das Ensemble der Musikschule Weihnachtslieder zum Mitsingen. Unter der Leitung von Karin Pätzold erklangen Weihnachtsklassiker wie „O, du Fröhliche“. Mit Isabell Wöhrle an der Querflöte und Felix Gießler an der Klarinette spielten zwei derzeitige Schüler der Musikschule, die an dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilnehmen werden.
Vorbilder für die beiden dürften Celine Fricke (Gesang und Blockflöte) und Leon Fehrenbacher (E-Piano) sein – ehemalige Schüler, die heute Musik studieren. Das talentierte Quartett bescherte der Zuhörerschaft in der Stadthalle ein ganz besonderes Erlebnis.
Vor allem Karel Svobodas berühmte Titelmelodie des romantischen, aus der Weihnachtszeit nicht wegzudenkenden Films „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, die Fricke und Fehrenbach wunderbar interpretierten, erreichte die Besucher spürbar.
Hornbergs Bürgermeister Marc Winzer, viele Gemeinderäte sowie Kai Schröder-Klings, SPD-Kandidat für die Landtagswahl, feierten mit, worüber sich Haas in ihrer Begrüßung sehr freute.
Ihre Rede war gekennzeichnet von dem Appell, alles für den Frieden zu tun und Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen. „Wir können nur hoffen auf die Einsicht, dass mit dem Krieg spielen im Endeffekt keiner was gewinnt und die Erde mit noch so viel Geld nicht gesund gekauft werden kann“, so Haas.
Zerrissene Welt brauche Frieden, so der Appell
Diesen Gedanken schloss sich Robert Welle, Gemeindereferent der katholischen Kirche, an. Die Zerrissenheit in der Welt brauche Frieden. „Wir in unseren Herzen brauchen diesen Frieden inmitten dieser Zeit des Umbruchs“, ermutigte Welle dazu, auch dort Licht zu entdecken, wo keines vermutet werde.
Bürgermeister Marc Winzer lobte in seinem Grußwort die wertvolle Arbeit der Arbeiterwohlfahrt, die den Zusammenhalt in Hornberg in besonderer Weise stärke. „Sie schenken Zeit, Zuwendung und praktische Hilfe“, honorierte Winzer die vielfältigen Initiativen der Arbeiterwohlfahrt wie unter anderem Tafelladen und Hausaufgabenhilfe. Auch er wolle einen Gegenpart setzen zu all den schlechten Nachrichten mit einem Rückblick auf mehrere Projekte der Stadt, die allen Generationen zugutekommen, wie die neue Kita Arche Noah.
Mit begeistertem Beifall bedacht wurde auch der zweite Teil des musikalischen Programms, das die Stadtkapelle übernahm. Das Orchester erfreute das Publikum mit Weihnachtsliedern und Auszügen ihres festlichen Konzerts vom Vorabend.
Tradition in Hornberg
Die Ortsgruppe Hornberg der Arbeiterwohlfahrt lädt jedes Jahr alle Senioren ab 60 Jahren, einsame oder sozial benachteiligte Menschen und Personen mit Einschränkungen am dritten Adventssonntag zur Weihnachtsfeier in die Stadthalle ein. Von den Veranstaltern wird ein Fahrdienst eingerichtet für die An- und Abreise für Personen, die keine Fahrgelegenheit haben.