Gut besucht war in diesem Jahr wieder die die Aktionärsversammlung der Hirschmontag-Gesellschaft im Gasthaus goldener Raben am traditionellen Hirschmontag. Auch eine ganze Reihe Gäste von außerhalb waren der Einladung gefolgt. Foto: Stefan Heimpel

Zahlreiche Narren besuchen das Spektakel der Hirschmontag-Aktiengesellschaft im Hotel goldener Raben in Furtwangen. Gespannt waren alle auf das neue Hirschpaar.

Nachdem der Aufsichtsratsvorsitzende Roland Wehrle festgestellt hatte, dass auch „die Däler fertig sind“ mit ihrem Hirschmenü im Hotel goldener Raben, konnte er die Aktionärsversammlung der Furtwanger Hirschmontag-Aktiengesellschaft eröffnen.

 

Zu dem Spektakel an der „alten Fasnet“ waren wieder zahlreiche Gäste von außerhalb auf den Raben gekommen. Offenburger Hexen wurden mit „Schelle, Schelle, Sechser“ begrüßt, Narren aus Konstanz mit „Ho Narro!“ und nicht zuletzt die „Däler-Wirte aus dem Tal ohne Sonnenschein zwischen Brend und Platte“.

Besonders würdigte Wehrle den Olympiasieg für den Skiclub Urach von Daniela Maier. Er erinnerte noch einmal an die Vorgeschichte dieser alten Fasnet, die nach einer Änderung der Fastenordnung von 1091 weiterhin am traditionellen Fasnachtstermin ist, also sechs Tage nach der üblichen „Pfaffen-Fasnacht“.

Er legte Wert darauf, dass diese alte Fasnet in Furtwangen eine lange Tradition hat. Wahrscheinlich wurde sie auch seit dem Bau des Hotels goldener Raben vor 280 Jahren in diesem Haus gefeiert. Ein wesentliches Thema bei der Aktiengesellschaft, die weiter Aktien vertreibt, ist natürlich die Berufung der neuen Hirschkuh und des neuen Oberhirschs.

Drei Hirschkühe mit ihren Liedern gewürdigt

Zuvor wurde an die Amtsträger der Vorjahre erinnert und drei Hirschkühe besonders mit ihren Liedern gewürdigt. Das Hirschpaar des vergangenen Jahres, Brigitte Kaltenbach vom „Löwen“ Schönwald-Escheck und der „Ochsen-Fritz“ Fritz Schultis aus Simonswald, lieferten einen lustigen Beitrag zum Ende ihrer Amtszeit ab. Für viel Beifall sorgte vor allem der „Ochsen-Fritz“, der unterstützt von zwei Kollegen dies als perfektes Gesangstrio präsentierte. Nicht fehlen durfte ein Dank von Wehrle an Helmut Winterhalder, der seit Jahren mit seiner Musik ein Garant für die gute Stimmung bei diesem Abend ist, ebenso an Monika Diehr, die in der Küche die Hirsch-Spezialitäten zubereitet hatte.

Nun gab Wehrle die neuen Amtsinhaber bekannt: Zur Hirschkuh ernannt wurde Rosi Fautz, eine Powerfrau, die sich in vielen Bereichen der Fasnet, besonders in der alten Vergabe engagiert. Sie wurde mit dem Hit besungen „70 Jahr, buntes Haar, so stand sie vor mir“.

Zigarre für Oberhirsch

Der neue Oberhirsch kommt nicht aus Furtwangen, sondern aus einem benachbarten Schattenloch, nämlich der Glashütte: der neue Furtwanger Bürgermeister Florian Merz. Deshalb gibt es, so machten die Narren deutlich, offensichtlich eine Neuauflage der Fernsehserie „Hannes und der Bürgermeister“. Als Hannes fungiert seit dem Amtsantritt André Frey, zum einen wie der Hannes ein Mitarbeiter im Rathaus, zum anderen aber auch stellvertretender Zunftmeister. Seine Fähigkeiten stellte er unter Beweis, indem er dem neuen Oberhirsch eine Zigarre präsentierte und entzündete.

Bei dieser Gelegenheit erhielt Merz von den Narren den Rathausschlüssel zurück, nachdem er diesen nicht am Aschermittwoch entgegennehmen konnte. Den Abschluss des offiziellen Teiles bildete der historische Male-Walzer.