Der Vorstand mit weiteren Trachtenträgern (von links): Nikolaus Arnold, Georg Wiengarn, Sandra Arnold, Stefan Hermann, Martin Maier, Berthold Schoch und Francesca Hermann. Foto: Kommert

Wie so viele Vereine blickte auch der Trachtenverein Triberg Corona-bedingt auf zwei ungleiche Jahre zurück. Dennoch hat man in Triberg für das kommende Jahr wieder zuversichtlich einige Aktivitäten geplant.

Triberg - In seinem Bericht ging der Vorsitzende Nikolaus Arnold auf die praktisch nicht vorhandenen Aktivitäten des laufenden Jahres ein und wagte später einen Ausblick auf 2022.

900 Trachtenträger und Musikkapellen für 2022 angemeldet

Ein völlig normales Jahr 2019, ein ziemlich unnormales 2020 und ein ebenso miserables laufendes Jahr erlebte der noch junge Verein. Während 2019 vor allem das Triberger Schinkenfest mit dem schon weithin bekannten Original Schwarzwälder Trachtenumzug noch stattfinden konnte, fiel der lange geplante fünfte Trachtenumzug gleich zweimal der Pandemie zum Opfer, soll nun aber am 22. Mai 2022 endlich stattfinden – gemeldet seien bereits zum jetzigen Zeitpunkt wieder gut 900 Trachtenträger und Musikkapellen, so Arnold.

Gotthardbahn und Auftritt im Villinger "Franziskaner"

Bereits kurz nach der Fasnet sei 2020 nichts mehr so gewesen wie sonst. So seien in den letzten eineinhalb Jahren zahlreiche Programmpunkte abgesagt worden wie der "Schlagerspaß mit Andy Borg", das Maibaumstellen in Bleibach, zwei Schinkenfeste, diverse Brauchtumsabende oder der Auftritt auf dem Cannstatter Wasen. Im laufenden Jahr habe der Verein wenigstens zwei echte Höhepunkte erlebt: die Bahntage an der Gotthardbahn und den Auftritt im Villinger "Franziskaner", informierte Arnold weiter. Und – für 2021 plane man noch eine vereinsinterne Weihnachtsfeier.

Im Zuge des Auftritts im "Franziskaner" kristallisierte sich ein Problem heraus – die Beschaffung neuer Trachten für Kinder und Jugendliche. Zwar hätten fast alle bei der Stange gehalten, seien aber zum Teil erheblich aus den ihren Trachten herausgewachsen. Nicht allzu viel Passendes habe man im Obervogt-Huber-Raum gefunden, wo der Verein Trachten lagert. Dazu bemerkte Martin Maier, dass er noch eine komplette Frauentracht in sehr kleiner Größe habe, die er gerne zur Verfügung stelle.

Stadtfest und Eröffnung des Canstatter Wasen geplant

Angelika Wiedel musste sich vertreten lassen – sie hatte allerdings einen langen Bericht für 2019 gefertigt. Da gab es noch richtig was zu sagen – so war die Kindertanzgruppe auf der Mainau aktiv, ebenso bei Brauchtumsabenden zum Beispiel in der "Lilie" in Triberg. Aufsehen erregte der Auftritt in der Kirche beim Trachtengottesdienst anlässlich des Schinkenfests. Auch beim Jubiläumsumzug der Stadt- und Kurkapelle sei man dabei gewesen. Kindergartenfeste oder ein Auftritt auf den Vogtsbauernhöfen in Gutach waren ebenso dabei wie die Aufführung beim "Lebendigen Adventskalender" an der "Schwarzwaldresidenz" in Triberg. Während also 2019 ein richtig gutes Jahr gewesen sei, gebe es aus 2020 nichts zu berichten, so Arnold für Wiedel.

Geplant seien für 2022 zunächst das Schinkenfest mit Trachtenumzug vom 21. bis 22. Mai, das Stadtfest am 9. und 10. Juli sowie die Eröffnung zum Cannstatter Wasen am 25. September – weitere Termine würden sicher folgen, so der Vorsitzende.

Wie sich das alles auf die Finanzen ausgewirkt habe, zeigte Kassier Berthold Schoch auf. Während der Verein 2019 mit einer "schwarzen Null" abschließen konnte, wurde 2020 sogar ein kleines Plus erzielt.

Georg Wiengarn als Vertreter der Stadt Triberg bedauerte, dass so viele Dinge ausgefallen waren. Das Vereinsleben sei gerade für die Wasserfallstadt ungemein wichtig.

Wahlen

Bei den Wahlen wurde Nikolaus Arnold für ein Jahr wiedergewählt, ebenso Schriftführer Raymond Wiedel. Für zwei Jahre konnte sich der stellvertretende Vorsitzende Stefan Hermann ebenso über eine einstimmige Wahl freuen wie Kassenwart Berthold Schoch. Für ein weiteres Jahr stellten sich die Kassenprüferinnen Francesca Hermann und Carolin Hermann zur Verfügung.