Matteo Abbate ist der neue Musikalische Leiter der Trachtenkapelle Todtnauberg. Er folgt auf Stefan Seeherr, der die Geschicke des Vereins fünf Jahre geleitet hatte. Abbate trat bereits 2009 als als Baritonist ins Orchester ein und spielt mehrere Instrumente.
Matteo Abbate wurde 1992 in Freiburg geboren und wuchs in Todtnau mit drei Geschwistern auf. Dort besuchte er auch die Schule, ging dann ans Technische Gymnasium in Lörrach und machte eine Ausbildung zum Industriemechaniker, um dann an der Dualen Hochschule und der Firma Zahoransky zum Maschinenbau-Ingenieur ausgebildet zu werden.
Seit Oktober ist Abbate bei der Berufsgenossenschaft in Freiburg für den Bereich Holz und Metall zuständig. Er kommt aus einer musikalischen Familie, die Mutter spielte Trompete, alle Geschwister spielen ein Instrument ebenso wie Abbates Ehefrau.
Auch Horn und Fagott
Abbate kann einen beeindruckenden Werdegang als Musiker aufweisen. Er spielt neben Trompete und Flügelhorn auch Tenorhorn und Fagott. Mit großem Erfolg absolvierte er die Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold und ließ sich 2017 an der Musikakademie Staufen zum C3-Dirigenten ausbilden.
Im Jahr 2022 durchlief Abbate auch noch die höchste Ausbildung im Amateurbereich an der Bundesmusikakademie in Trossingen und erwarb die B-Qualifikation für die Leitung von Blasorchestern.
Verschiedene Vereinstätigkeiten sind in Abbates musikalischer Vita zu finden. So spielte er in der Stadtmusik Todtnau, macht mit beim „Blasmusikfieber“ und dirigierte bei den Musikvereinen Wettelbrunn und Waldau. Auf die Frage, warum er nun bei der Trachtenkapelle Todtnauberg die Musikalische Leitung übernommen habe, antwortet Abbate, dass es ihm eine besondere Herzensangelegenheit gewesen sei. Es sei sein „Heimatverein“, sagt er fröhlich, und so habe er auch mehr Zeit für die Familie. Er habe sich über die Anfrage der Berger Musik sehr gefreut.
Dirigieren sei für ihn verbunden mit Pädagogik. Man brauche Feingefühl und Empathie, und man wolle trotzdem seine eigenen Vorstellungen durchsetzen, erklärt er. Bei der Trachtenkapelle Todtnauberg möchte er die symphonische Blasmusik mit gehobener Unterhaltungsmusik verbinden. Es sei dann für jeden etwas dabei, meint er.
Mit Vereinen vernetzt
Ihm ist es zudem wichtig, unter den Vereinen vernetzt zu sein und auch bei der Jugend zusammenzuarbeiten und sich auch einmal gegenseitig auszuhelfen. Öffentlichkeitsarbeit, auch mittels Internetseite und Instagram, sei wichtig.
Am 21. Dezember hatte Matteo Abbate seinen letzten Auftritt mit dem Musikverein Waldau in der Sankt Nikolaus-Kirche, was er bedauerte, doch nun freue er sich sehr auf die Zukunft mit der Trachtenkapelle Todtnauberg um deren Vorsitzenden Sebastian Thoma. Mit den rund 45 aktiven Musikern möchte er hier ein abwechslungsreiches Repertoire bieten.