nlässlich des Jubiläums gab die Trachtenkapelle Oberwolfach alles bei ihrem Konzert Foto: Hohenstein/Picasa

Die Aktiven der Trachtenkapelle Oberwolfach begeisterten ihre Besucher mit ihrem Konzert anlässlich des 200-jährigen Vereinsbestehens.

Ein erstklassiges Jahreskonzert präsentierte die Trachtenkapelle zum 200-jährigen Bestehen am Samstag in der voll besetzten Festhalle. Das begeisterte Publikum kam voll auf seine Kosten und genoss an diesem Jubiläumsabend sowohl klassische als auch moderne Blasmusik auf höchstem Niveau.

 

Jeder Musiker brachte Leidenschaft ein

Das musikalische Können, oft ein Höchstmaß an Konzentration und eine präzise Ausführung zeigten das hohe Niveau der Trachtenkapelle und vor allem die Leidenschaft, die jeder Musiker in seine Darbietung einbrachte. Zahlreiche Solisten sorgten für Glanzlichter bei verschiedenen Stücken, wie etwa das Saxofonsolo Roman Schilis ganz zum Schluss.

Das Konzert unter der Leitung von Dirigent Christian Pöndl begann zunächst mit einem prachtvollen „Festival Prelude“ von Alfred Reed. Die Musiker entführten das Publikum mit kraftvollen Melodien und harmonischen Klängen in die Welt der Blasmusik und sorgten für einen mitreißenden Auftakt.

Durch das Programm führten wieder gekonnt witzig Simon Gewald und Anja Feger. Es folgte „Elsas Prozession zur Kathedrale“ von Richard Wagner. Dieses ergreifende Stück aus der Oper „Lohengrin“ wurde von der Kapelle mit viel Gefühl und Ausdruck interpretiert.

Ein weiterer Höhepunkt war „Victory“ von Rossano Galante. Das zeitgenössische Werk brachte mit kraftvollen Rhythmen und lebhaften Melodien frische Energie auf die Bühne.

Den ersten Teil des Konzerts beschloss die Trachtenkapelle mit der „Tom Sayer Suite“ von Franco Cesarini, der hier die Magie der Freude, Angst und Freiheit der Figuren der Romanvorlage musikalisch zum Leben erweckt hatte. Jeder der fünf Sätze beschreibt eine Figur der Geschichte. Tom Sawyer wird im ersten Satz vorgestellt, in dem Cesarini den charakteristischen „Cake walk“-Rhythmus verwendet. Der zweite Satz beschreibt Huckleberry Finn. Der dritte Satz ist langsamer, expressiv melancholisch und ist Becky Thatcher gewidmet. Und dann gibt es noch Injun Joe, der im vierten Satz versucht, Tom zu fangen. Der fünfte Satz führt schließlich zu einem glücklichen Ende.

Von Richard Strauss bis Coldplay

Nach einer Pause folgten sieben weitere Werke: den Auftakt macht die „Festmusik der Stadt Wien“ von Richard Strauss, gefolgt von „Jubilance“ von Benjamin Yeo, ein moderner Klassiker, der mit lebhaften Rhythmen und fröhlichen Melodien aufwartet.

Mit dem kraftvollen Arrangement der Soundtrack-Höhepunkte aus dem Musical „Les Miserables“ begeisterte die Trachtenkapelle einmal mehr sein Publikum, das an Beifall nicht sparte.

Das Medley mit Melodien aus dem Film „Forrest Gump“ von Alan Silvestri fesselte die Zuhörer mit abwechselnd melancholischen und hoffnungsvollen Melodien. Bei „Coldplay in Symphony“ präsentierte das Orchester einige der bekanntesten Hits der britischen Band in einem neuen orchestralen Gewand mit energiegeladenen Arrangements.

Bei „Feeling Good“ von Henk Ummels punkteten die Musiker mit einem pulsierenden Rhythmus und überzeugten durch ihre dynamische Spielweise. Mit den „Memories of Henry Mancini“ setzte die Trachtenkapelle einen passenden fulminanten Schlussakkord.

Danach gab es nicht enden wollenden Beifall und natürlich durften die Musiker nicht ohne Zugaben die Bühne verlassen.