Die Trachtenkapelle Gutach (hier beim Kreistrachtenfest 2025) hat viel vor. Foto: Kern

Die Gutacher Trachtenkapelle stellt sich auf eine große Herausforderung ein. Im kommenden Jahr feiern die Musiker ihr 125-jähriges Bestehen. Alle sollen mitziehen.

Die Trachtenkapelle Gutach geht mit dem bewährten Vorstand in das Jubiläumsjahr. In der Hauptversammlung am Freitag im Restaurant Weber’s Esszeit wurde der Vereinsführung einhellig erneut das Vertrauen ausgesprochen. (siehe Info). Das kommendes Jahr anstehende Fest anlässlich des 125 jährigen Bestehens der Trachtenkapelle wird ein Kraftakt für den Verein und nahm bei der Versammlung großen Raum ein. Bis nach Mitternacht wurde diskutiert über den Veranstaltungsort und -termin sowie das Programm.

 

„Ihr müsst mitziehen,“ appellierte Vorsitzender Mike Lauble an die Mitglieder. Ein Festausschuss sei gebildet und die Aufgaben bereits verteilt worden. Es brauche jedoch ein großes Kontingent an Helfenden, um die Kosten im Rahmen zu halten.

Fast alle Hände gingen hoch, als Lauble fragte, wer sich einbringen will. Auch Vereinssprecher Jürgen Prescher sagte in seinem Grußwort zu, sich bei den örtlichen Vereinen für Unterstützung einzusetzen: „Alleine könnt ihr das nicht stemmen.“

Termin für das große Jubiläumsfest steht

Bürgermeister Siegfried Eckert zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass das große Jubiläumsfest gemeinsam gemeistert werden kann. Das Zusammenspiel bei den Feierlichkeiten zu „750 Jahre Gutach“ im letzten Jahr sei großartig gewesen. Bei dem Jubiläum der Trachtenkapelle soll die „Steinades Matte“ zur Festwiese werden. Dort ist teilweise noch die Infrastruktur früherer Jubiläumsfeste erhalten. Gefeiert werden soll vom Freitag, den 24. September 2027 bis Montag, den 27. September 2027 – der Zeltaufbau ist eine Woche vorher. Auch die Programmgestaltung wurde abgesteckt, die genaue Planung übernimmt der Festausschuss.

Die der Diskussion vorausgegangenen Berichte der Funktionsträger belegten viele Aktivitäten und reges Vereinsleben. Zurückgeblickt wurde unter anderem auf ein erfolgreiches Jahreskonzert und ein Theaterstück, das viel positive Resonanz erhielt. „Die Musiker bestimmen, wie und ob sich die Kapelle entwickelt,“ ermunterte Dirigent Michael Blum zur Mitwirkung bei der künftigen musikalischen Ausrichtung. Dazu gehöre regelmäßiger Probenbesuch.

Finanziell ist die Lage solide

Vorbildlich in der Hinsicht ist Werner Joos, der letztes Jahr alle 51 Proben besucht hat und dafür ein Präsent erhielt. Dringender Handlungsbedarf besteht laut Blum bei der Unterstützung des Nachwuchses zu Auftritten vor Publikum. Aktuell sind zwölf Zöglinge in der Ausbildung, wie die Jugendleiterinnen Justine Heidig und Katharina Moser berichteten. Geplant sind unter anderem Vormittage in der Grundschule und auch am Ferienprogramm wird wieder teilgenommen.

Trachtengruppenleiterin Melanie Reiner berichtete von den 23 Einsätzen der Gruppe. Eine solide Kassenlage vermeldete Kassierer Daniel Aberle. Neue Wege einschlagen will der Verein laut Lauble in Sachen Arbeits- und Personalplanung: „Wir wollen die Mitglieder mehr in die Pflicht nehmen.“ Künftig werden die Anfragen zu Einsätzen früh angemeldet und der Plan nach den Rückmeldungen erstellt. Ohne Rückmeldung werden die Mitglieder laut dem Vorsitzenden eingeteilt. In einem Ausblick kündigte Lauble die Teilnahme am Sommerfestival in Achern an. Zu den weiteren Terminen gehört unter anderem das Sommerfest im Juli im Kurpark.