Ihr 100-jähriges Bestehen feiert die Trachtenkapelle Brandenberg. Die Hälfte der Vereinsgeschichte ist Lothar Wagner bereits dabei – dafür bekam er eine besondere Ehrung.
Bei der Hauptversammlung der Trachtenkapelle Brandenberg im 100. Vereinsjahr stand vor allem das große Vereinsjubiläum im Fokus. Unter den Gästen war deshalb auch Bürgermeister Oliver Fiedel.
In ihrem ausführlichen Rückblick auf das Vereinsjahr 2025 berichtete Vorsitzende Petra Walleser über zahlreiche Auftritte der 37 Mitglieder, angefangen bei der Fasnacht, dem Sternmarsch beim Stadtjubiläum, dem Bergwacht-Jubiläum, Ständchen und vielen mehr.
Das große Jubiläum steht an
Im „Endspurt vor dem Jubiläumsjahr“ hätten die Musiker gemeinsam Ideen entwickelt und Arbeitskreise gebildet. „In wenigen Wochen steigt nun das große Fest“, freute sich Walleser – konkret: vom 17. bis 19. Juli.
Beim Festakt am Freitag, 17. Juli, wird jeder der noch lebenden Dirigenten ein Stück dirigieren – Vize-Dirigent Marius Wagner zeigt dort seine Eigenkomposition für das Jubiläum. Zudem wird durch Landrätin Marion Dammann die Pro-Musica-Plakette verliehen. Dann steigt die zünftige Blasmusik-Party mit der Bradlberg-Musig aus Österreich. Am Samstag, 18. Juli kommen die „Innsbrucker Böhmische“ nach Brandenberg, laut Walliser gehören sie zu den „TOP3 in der klassischen Blasmusik“.
Der Familiensonntag mit Musiken aus Nah und Fern rundet das Festprogramm ab. „Tausend Mal Danke für jede helfende Hand“, sagte Walleser in der Versammlung.
Jahreskonzert am 9. Mai
In ihrer Vorschau blickte sie auf das Jahreskonzert, das am 9. Mai und damit schon bald in der kleinen Halle stattfindet sowie einige weitere Auftritte das ganze Jahr über. Nun gelte: „Ärmel hochkrempeln und ab ins Jubiläumsjahr“, so Walleser. Für 2027 ist dann als Belohnung eine Musikreise geplant.
Auch die Schriftführerin Jasmin Kaiser ließ das Jahr Revue passieren, insgesamt traf man sich zu 73 Anlässen.
Dirigent freut sich über „schönes Konzert“
Dirigent Axel Friedrich erinnerte an ein „sehr schönes Konzert“ und appellierte an die Musiker für einen besseren Probebesuch: Mit 95 und 93 Prozent erhielten Ralf Binder und Kurt Wagner ein Präsent. Die besten Register waren die Posaunen und die Tuba.
Neuaufnahme und Wahlen
Hanni Wießner wurde neu in den Verein aufgenommen. Bei den Neuwahlen wurde Petra Walleser einstimmig wiedergewählt, das gleiche Vertrauen gaben die Mitglieder dem Hüttenwart Robert Lorenz sowie dem Notenwart Walter Maier. Zum neuen Kassenprüfer wurde Walter Maier gewählt.
Besondere Ehrung des BDB
Eine ganz besondere Ehrung wurde Lothar Wagner zuteil. Holger Gertz, Vize-Präsident des Alemannischen Musikverbands nahm eine Ehrung im Namen des Bundes Deutscher Blasmusikverbände (BDB) vor und zeichnete ihn für 50 Jahre mit der großen goldenen Ehrennadel mit Urkunde aus. Der Posaunist kam mit fast 16 Jahren in den Verein, spielte verschiedene Instrumente und nahm verschiedene Ämter im Vorstand wahr. 2001 wurde er bereits zum Ehrenmitglied ernannt. Auch Walleser würdigte seine Verdienste für den Verein mit einem Präsent und Dankesworten.
Für 30 Jahre Mitgliedschaft erhielt Elke Asal eine Anerkennung vom Verein – sie wird in diesem Jahr auch noch von der Stadt Todtnau geehrt.
Bürgermeister Oliver Fiedel dankte dem Verein dafür, dass er die Stadt nach außen repräsentiere, für sein Engagement sowie die Jugendarbeit und betonte wie wichtig es sei, dass es solche Vereine in den Ortschaften gebe.
Ein Geheimnis bleibt noch
Willi Beckert spannte dann die Mitglieder weiterhin auf die Folter, hatte er doch 2010 die private Vereinigung „FFTB 100“ gegründet, die sich zum Ziel gemacht hat, das 100-Jährige der Trachtenkapelle zu unterstützen. Man sei quasi ein „Geheimbund“ und es sei geheim, wie hoch der Kassenstand sei. Am Jubiläumsabend hat die Gruppe dann ihren großen Auftritt, dann werde sie aufgelöst und das Geheimnis, wie groß die Unterstützung tatsächlich ausfällt, gelüftet. Im Anschluss an die Versammlung wurde noch eine „Geburtstagsparty“ zum 100. des Vereins gefeiert.
Das Jubiläumsfest
Den Auftakt
macht der Festakt am Freitag, 17. Juli, zu dem die Trachtenkapelle Brandenberg selbst aufspielt sowie die „Bradlberg Musig“ aus Österreich, sechs Vollblutmusiker, die der Vorarlberger Tanzmusik frischen Wind verleihen.
Am Samstag, 18. Juli,
steigt unter dem Motto „Blasmusik der Extraklasse“ ein Konzertabend mit dem absoluten Höhepunkt, der „Innsbrucker Böhmische“. Die sieben hochrangig ausgezeichneten Musiker konnten sich in 30 Jahren in viele Herzen von Musikliebhabern spielen. Mit dabei Matthias Rauch als Komponist der bekannten Polka „Böhmischen Liebe“. Zunächst aber unterhält die Formation „Blasmusikfieber“ aus dem Wiesental.
Der Sonntag, 19. Juli,
steht unter dem Motto: „Das Finale für unsere Freunde“ mit Blasmusiken aus Nah und Fern – aus Altglashütten, Randen, Buch und Todtnauberg. Es gibt ein Kinderporgramm. Und zum Abschluss spielt die heimische Formation „Blächforest“.
Der Vorverkauf:
Karten für 8 Euro für Freitag und für 28 Euro für Samstag gibt es bei Mode Asal sowie der Avia-Tankstelle in Todtnau sowie per E-Mail unter ticket-100jahre@tk-brandenberg.de. Ein Kombiticket für beide Tage gibt es für 33 Euro. Für den Festsonntag braucht es keine Tickets.