Startschuss beim Towerrun in Rottweil für die Feuerwehr-Teams Foto: Klaus Weisser

Mehr als 1200 Läufer – darunter Profis, Hobbysportler jeden Alters, Polizisten und Feuerwehrleute – haben am Sonntag die 1390 Treppenstufen bis zur Besucherplattform des Testturms bezwungen.

Zum fünften Mal war der Rottweiler Testturm auf dem Berner Feld Wettkampfstätte für eine besondere Sportart: den Treppenlauf. Der TK-Elevator-Towerrun 2024 lockte nicht nur Läufer aus 18 Nationen an, auch das Zuschauerinteresse war wiederum beachtlich. Die Athleten – der allergrößte Teil kam aus Baden-Württemberg – wurden auf den ersten Metern, bevor sie in das Treppenhaus verschwanden, kräftig angefeuert.

 

Das Wetter sei heute optimal, nicht zu heiß und trocken, freute sich Turmmanagerin Beate Höhnle. Bei ihr liefen die Fäden zusammen. Das große Teilnehmerfeld war in verschiedene Kategorien eingeteilt. Am Start waren Einzelläufer, Zweierteams oder Gruppen. Das Alter der Läuferschar erstreckte sich von sieben bis 85 Jahren.

Besonderer Leistungstest

Der Wettbewerb für Feuerwehrleute (Männer, Frauen, Mixed) umfasste die Disziplinen mit und ohne Atemschutzausrüstung. Gerade die Vollausstattung stellte die Männer und Frauen der Feuerwehr vor eine große Herausforderung. Knapp 1400 Stufen unter der Maske zu erklimmen, ist ein ganz besonderer Leistungstest.

Alle Teilnehmer erhielten eine Medaille. Weiterer Lohn für die Treppenläufer war der imposante Ausblick von der Besucherplattform. Der TK-Elevator-Towerrun war der zehnte und letzte Wertungslauf um den deutschen Towerrunning Cup 2024.

In 7:07 Minuten bis ganz nach oben

In der Elitegruppe lief der Malaysier Wai Ching Soh mit 7:07 Minuten die schnellste Zeit. Der Asiate – er führt die derzeitige Weltranglistenliste an – blieb indes elf Sekunden über dem Streckenrekord von Christian Riedl (Towerrunning Germany), der im Vorjahr den Wettbewerb in Rottweil gewonnen hatte und diesmal Zweiter (7:11) wurde. Er werde nächstes Jahr wieder kommen, um den Rekord zu brechen, kündigte Soh schon mal an, als er sich von den Strapazen erholt hatte und wieder sprechen konnte. Den dritten Platz belegte Tobias Fischer vom Team Last Resort Mountain Run. Bei den Frauen war die Vorjahreszweite Verena Schmitz (Towerrunning Germany) diesmal mit 9:07 Minuten die Schnellste. Sarah Seher und Monica Carl belegten die Ränge zwei und drei.

Über die Wettbewerbe der Feuerwehrleute sowie der Einzel- und Teamläufer berichten wir noch.