Sind zufrieden mit der Resonanz bei der weltgrößten Reise-Publikumsmesse CMT in Stuttgart, von links: NET-Vorsitzende Christina Gsell und Anne Dunker. Foto: Jürgen Lück

Das NET kann auf der Reisemesse CMT punkten. Wie sich der Tourismusverein von Rottenburg, Sulz, Horb und Starzach neu aufgestellt hat.

Den Sparkurs merkt man gar nicht: Da hatte das Neckar-Erlebnis Tal den Eigenanteil der beteiligten Kommunen um 25 Prozent gesenkt – und trotzdem kommt das NET auf der Reisemesse CMT groß raus.

 

NET-Vorsitzende Christina Gsell: „Wir haben im November beschlossen, den Eigenanteil der Kommunen von 40 000 Euro auf 30 000 Euro zu senken. Wir brauchen alle fünf Kommunen trotz schwieriger Haushaltslage.“

Der Sparkurs – auf der CMT nicht zu merken. Der Sulzer Bürgermeister Jens Keucher (parteilos) sagt: „Von Sparkurs ist nichts zu merken. Der Stand wirkt größer – nicht mehr so klein wie das letzte Mal.“ Gsell: „Wir haben diesmal einen Platz am Gang und sind nicht mehr so eingeengt.“

NET im Trend – abseits des Massentourismus

Das Neckar-Erlebnis Tal auf der CMT. Gsell: „Wir merken an der Resonanz der Besucher, dass unsere Destination für viele im Trend ist. Kein Massentourismus, kein Over-Tourism – das suchen viele. Bei uns im Neckartal ist es heimeliger und nicht überlaufen.“

Der Tourismus-Tag am Stand des Neckar-Erlebnis-Tal. Chiara Kilgus erklärt die Top-Wanderziele an der Karte. Foto: Jürgen Lück

Doch wie schafft es das NET, trotz Sparetat weiter gut auf der CMT dazustehen? Gsell lächelt: „Vor zwei Jahren ist es uns gelungen, Anne Dunker als Marketing-Mitarbeiterin zu gewinnen. Sie kommt von Tourismus Freudenstadt und macht vieles eigenständig und professionell, wofür wir früher Agenturen beschäftigt haben.“

Power-Frau Dunker – so wird kreativ gespart

Und Dunker ist diesmal zum ersten Mal als Frontfrau am CMT-Stand. Sie lächelt: „Ich kenne das ganze Neckar-Erlebnis-Tal. Weil ich weiterhin von Freudenstadt zur Arbeit fahre. Die Ausschreibung der Stelle bei der WTG Rottenburg im NET hat mich gereizt. Die Projektleitung für Neckarfest und Nikolausmarkt, dazu das Marketing im NET.“

Begeistert schaut sie, wie das von ihr entwickelte Spiel bei den Besuchern ankommt: Fotos (unter anderem Wasserschloss Glatt, Horber Stadtkulisse, Wachendorf) den Orten auf der Karte zuordnen.

Neue Horber Impulse im Neckar Erlebnis Tal

Innovationen gibt es trotz Sparkurs. Zum Beispiel der neue Prospekt „Der Rote Faden“ von Andreas Hackenberg aus Horb. Carolin Wehle von Tourismus Horb: „Am Samstag war er auf Platz 2 der Nachfrage nach Horber Prospekten – hinter den Stadtführungen.“ Gsell: „Ein toller Ansatz, um Horb mit neuen Aspekten zu vermarkten. Das erweitert das Angebot des Neckar-Erlebnis-Tals für die Gäste.“

Gruppenbild am NET-Stand in Halle 9: Anne Dunker, Carolin Wehle, Michael Keßler, Jens Keucher, Christina Gsell, Thomas Noé, Chiara Kilgus und Hans-Peter Fauser. Foto: Jürgen Lück

Auch neu: Der Nachfolger von Monika Laufenberg als Vertreter der NET-Fördermitglieder aus Gewerbe, Gastro und Hotellerie. Ein bekannter Horber: Reinhold Kuch, Besitzer des Campingplatzes auf der Schütte. Horbs OB Michael Keßler: „Der Campingplatz ist ohnehin unser 18. Ortsteil.“ Gsell: „Kuch wird sicherlich neue Impulse ins NET einbringen.“

Bürgermeister loben den NET-STand

Neu-OB Keßler ist zum ersten Mal dienstlich auf der CMT: „Der NET-Stand ist stark besetzt und zeigt, wie breit aufgestellt das Neckar-Erlebnis-Tal aufgestellt ist. Davon profitiert auch Horb. Der Zähler am Neckartalradweg an der Dammstraße hat letztes Jahr 27 000 Radfahrer in Horb gezählt.“

Carolin Wehle von der Tourist-Info: „Die Horber Hoteliers bestätigen uns, dass sie in den Sommermonaten ausgebucht sind.“

Starzachs Bürgermeister Thomas Noé: „Leider musste ich aus finanziellen Gründen vorschlagen, Starzachs Mitgliedschaft im NET als freiwillige Leistung zu kündigen. Dabei ist Wandern, Naherholung und Radfahren und die Begegnung das, was das Leben ausmacht.“