Rund 150 Veranstaltungen organisiert die Touristik Bad Wildbad jedes Jahr – von großen wie der Enzbeleuchtung bis zu Stadtführungen. Und auch dieses Jahr ist Neues dabei.
Besuchern und Einheimischen etwas bieten, das ist das Ziel, mit dem die Touristik Bad Wildbad GmbH jedes Jahr eine Vielzahl an großen und kleineren Veranstaltungen organisiert.
Grundsätzlich zeigt sich Stefanie Bott, die Geschäftsführerin der Touristik Bad Wildbad, „froh über die Besetzung, wie sie ist“. Früher habe man diesen Bereich mit einer 100-Prozent-Kraft besetzt gehabt. Mittlerweile habe man zwei Teilzeitkräfte und habe die Bereiche aufgeteilt. Die beiden Mitarbeiter Julia Schneider und Dennis Kuhnle seien zudem „ortsansässig und extrem gut vernetzt“. Dies sei sehr wichtig, um zu verstehen, „was ist der aktuelle Bedarf?“.
Organisation ein „riesen komplexes Thema“
Die Organisation von Veranstaltungen sei ein „riesen komplexes Thema“ und es sei wichtig, „dass wir uns da gut auskennen“, so Bott weiter. Deshalb würden sich die Mitarbeiter auch regelmäßig weiterbilden im Bereich Eventmanagement. Gerade bei großen Veranstaltungen wie etwa dem Weihnachtsmarkt oder der Enzbeleuchtung tragen die Veranstalter eine „große Verantwortung“, so die Touristik-Chefin weiter. Auch der Druck sei hoch, etwa wenn es um das Thema Sicherheit gehe. Zudem geht es auch um viel Geld, etwa bei Freiluftveranstaltungen, die vom Wetter abhängig sind.
Auflagen sind größer geworden
Die größere Verantwortung der Veranstalter bringe dann auch für die Teilnehmer vermehrt Auflagen mit sich, etwa eine Stromprüfung, ein Feuerlöscher oder auch Fluchtwege, die vorhanden sein und frei gehalten werden müssen. „Die Auflagen sind viel höher geworden“, erläutert Schneider. Deshalb brauche es das Wissen, um sie richtig vorzubereiten.
Ein Beispiel für eine einzigartige Veranstaltung sind die Klötzlestage, die in diesem Jahr bereits zum fünften Mal stattfinden. Ein früherer Mitarbeiter habe Kontakt zu dem Verein L-Brick gehabt, der in Bad Wildbad von Anfang an für die bemerkenswerten Ausstellungsstücke sorgt. „Das sind alles Privatpersonen, die das in ihrer Freizeit rein hobbymäßig machen“, sagt Bott.
Aussteller der Klötzlestage mit viel Herzblut dabei
Für die Veranstaltung würden viele extra Urlaub nehmen und tagelang aufbauen. Bei den großen Bauwerken sei es schon eine Herausforderung, das alles her zu transportieren. Das seien oftmals Lebenswerke und man sehe, dass „sehr viel Herzblut“ drin stecke. Die Touristik unterstützt die Teilnehmer mit freier Kost und Logis.
Und während andere ähnliche Ausstellungen oftmals in Mehrzweckhallen ohne viel Charme stattfinden würden, biete Bad Wildbad mit dem Forum König-Karls-Bad auch den Teilnehmern eine besondere Atmosphäre. Und auch bei den Besuchern kommt die Veranstaltung gut an, die Besucherzahlen steigen stetig. Waren es 2024 noch 1200 Besucher, stieg die Zahl 2025 bereits auf rund 2000 Personen an. Angesprochen werden dabei, auch durch Mitmachaktionen, Familien ebenso wie Lego-Fans, die dann teilweise auch weitere Anreisen, etwa aus Frankreich, auf sich nehmen. In diesem Jahr finden die Klötzlestage am 2. und 3. Mai statt.
Im Juni wird der Kurpark zum Mittelaltermarkt
Neben etablierten Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt oder der Enzbeleuchtung geht es den Organisatoren auch darum, Neues zu probieren. „Wir kriegen viele Vorschläge, viele Leute wollen wir was machen“, erzählt Kuhnle. Dann wäge man im Team ab, „was passt bei uns rein“.
So gibt es in diesem Jahr als neue Veranstaltung zum Beispiel einen Mittelaltermarkt. „Die Freie Ritterschaft Baden ist auf uns zugekommen“ und da habe man gesagt, „klar, warum nicht?“, so Kuhnle weiter. Der Verein kümmert sich dabei in Absprache mit der Touristik auch um das Rahmenprogramm, die Künstler und Gaukler sowie die Marktbeschicker und Handwerker. Hier sei es „wichtig, dass der Partner sich auskennt“, sagt Bott. Am 6. und 7. Juni verwandelt sich der Bereich um die Englische Kirche also in einem mittelalterlichen Markt mit Lagerleben – und einem Badezuber mit Taverne.
Eine Veranstaltung, die bereits im vergangenen Jahr gut angekommen ist, war das Weekend of Sound and Taste. Das kam so gut an, dass es in diesem Jahr wiederholt werden soll. Am meisten gefällt den Organisatoren, wenn sich die Arbeit im Vorfeld lohnt und das Event gut ankommt. „Ich bin natürlich froh, wenn es gut gelaufen ist, gerade bei der Enzbeleuchtung“, sagt Kuhnle und weiter: „Am coolsten ist es, wenn das umgesetzt wird, was man ein halbes Jahr geplant hat und es funktioniert.“ Und Bott ergänzt: „Wenn sich die Leute erfreuen und gerne herkommen, geht einem das Herz auf.“
Insgesamt organisiert die Touristik etwa 150 Veranstaltungen. Da sind dann auch die wiederkehrenden Konzert, Stadtführungen und Genusstouren mit dabei. Auch Veranstaltungen des Kinderferienprogramms laufen über den Tisch der Touristik. Wichtig sei dabei, dass man nicht nur ein Programm für auswärtige Besucher mache, sondern auch die Einheimischen hinter den Veranstaltungen stehen. Ein Ansinnen, das die Organisation nicht unbedingt einfacher macht.