Der Zugang zum Wasserfallgebiet soll mittels Online-Zahlmöglichkeit vereinfacht werden. Foto: Markus Reutter

Nerviges Anstehen, keine Vernetzung, keine Onlinebezahlung – das Kassensystem ist veraltet. Moderner Gästeservice geht anders – wie Triberg jetzt zeigen will.

Das Kassensystem der Triberg Card ist restlos veraltet, es entspricht den Anforderungen eines modernen, digitalen Gästeservices längst nicht mehr. Es fehle die Möglichkeit von Online-Zahlungen, was vor allem internationale Besucher verärgere.

 

Zudem sorge es für extrem lange Warteschlangen an der Hauptkasse in Ferienzeiten und – Vernetzung gibt es keine. Besucher, die bereits ein Ticket haben, müssten an den Kassen nochmals anstehen, Preisänderungen (Sommer – Winter) müssten derzeit an jeder Kasse einzeln händisch vorgenommen werden, eine zentrale Steuerung sei nicht möglich. Dazu ist die Abrechnung extrem zeitintensiv.

Seitens der Verwaltung habe man daher verschiedene Systeme angefragt, mit dem Ziel, in allen touristischen Einrichtungen den Einlass über moderne Drehkreuze zu ermöglichen, gesteuert durch die Eintrittskarte, mit Online-Bezahlfunktion.

Nun liege ein Angebot der Firma HKS Kassensysteme aus Paderborn vor – das Unternehmen betreut auch Freizeitparks – in Höhe von 124 603 Euro. Die Verwaltung schlage vor, das System für monatlich 1633 Euro zu leasen – was in sieben Jahren 137 211 Euro kostet – und danach durch aktuelle Technologie zu ersetzen.

Auf Nachfrage von Klaus Wangler (CDU) bestätigte Bürgermeister Gallus Strobel, dass in der Leasingrate, die eine teure Anfangsinvestition unnötig mache, auch Wartung und Service enthalten seien. Michael Hummel (FWV) begrüßte die zeitgemäße Investition. „Wir hoffen, dass sich damit auch die Wartezeiten verkürzen“, betonte er. Mike Mauscherning (SPD) meinte schmunzelnd, dass nun endlich die Digitalisierung Einzug halte.