Die Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) möchte in Absprache mit den Kommunen ein neues Konzept für die Tourist-Informationen umsetzen. Dabei stellt sich die Frage, wie es mit der Tourist-Info in St. Georgen weitergeht.
St. Georgen - Die Kundenfrequenz soll ein Indikator sein, ob die Tourist-Informationen der HTG personell verstärkt oder verschlankt werden, teilt HTG-Pressesprecher Herbert Kreuz mit. Die HTG betreut 21 Kommunen und 19 Tourist-Informationen, eben auch die in St. Georgen. Kreuz tut sich schwer, konkrete Zahlen zur Kundenfrequenz der St. Georgener Stelle zu veröffentlichen. Das könnte ein falsches Bild entstehen lassen. Schließlich müssten auch noch andere Kriterien wie Öffnungszeiten, Übernachtungen in der jeweiligen Region, geografische Verteilung der Tourist-Infos und Online-Buchungen berücksichtigt werden.
Letztlich solle die neue Ausrichtung der Tourist-Informationen den aktuellen Bedürfnissen der Gäste noch besser entgegenkommen. Das Konzept der HTG sieht drei Formen der künftigen Informationsstellen vor: Da ist zum Einen die Tourist-Information als "Erlebniswelt", die an allen Wochentagen und zu verlängerten Öffnungszeiten mit entsprechend Personal eine persönliche Beratung, aber auch einen digitalen Rundumservice erlaubt.
Mitarbeiter per Knopfdruck erreichbar
In Orten, die "weniger Gäste und Übernachtungen verzeichnen, sollen digitale Tourist-Informationen etabliert werden", so Kreuz. Auch von hier aus seien Mitarbeiter an sieben Tagen die Woche erreichbar, allerdings digital über einen Bildschirm. Wer eine Beratung wünscht, könne sich per Knopfdruck mit einem Mitarbeiter verbinden lassen. Digitale Informations-Terminals und eine Prospektauslage stünden ergänzend zur Verfügung.
Und schließlich die dritte Variante: "In Gemeinden, deren Tourist-Informationen bislang nur ein geringes Gästeaufkommen nachweisen, sind kleine Info-Points geplant", erklärt Kreuz. Hier fänden Gäste Prospektauslagen sowie Kontakthinweise zu den Mitarbeitern der nahegelegenen Tourist-Informationen.
Eine Entscheidung, "mit der alle leben können"
Vorerst bleibt es spannend, in welche Richtung sich die Tourist-Info in St. Georgen entwickeln wird. "Wir werden sehen, wie schnell die Sache vorankommt", so Kreuz. Das hänge davon ab, wie die Kommune entscheiden werde, ob noch Gesprächsbedarf sei. Kreuz ist zuversichtlich, dass am Ende eine Entscheidung getroffen wird, "mit der alle leben können".
Die HTG betont im Hinblick auf die Tourist-Infos in ihrem Zuständigkeitsgebiet: "Die Beschäftigten in den Tourist-Informationen sollen verstärkt und ausschließlich in Servicefilialen mit hoher Nachfrage eingesetzt werden. Stellen werden nicht abgebaut."