Auch die Dreiländerbrücke ist bei Gästen in Weil am Rhein beliebt, die pro Jahr mehr als eine Million Fußgänger und Radfahrer passieren. Foto: Siegfried Feuchter

Rekordwerte: Rund 16.000 Gäste mehr haben im Jahr 2025 gegenüber 2024 in Weil am Rhein übernachtet. Die Zahlen in den Hotels sind um rund 12 000 gestiegen.

Die neuesten Zahlen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg, wobei vorerst nur das Jahresergebnis, aber noch keine detaillierten Monatsergebnisse vorliegen, überraschen insofern, weil es 2024 bei den Übernachtungen noch einen Rückgang um 5000 und bei den Gästezahlen ein Minus von 1500 gegeben hat.

 

Diese rückläufige Entwicklung der Tourismuszahlen ist mit den neuesten Erhebungen nicht nur gestoppt, sondern damit im Vergleich zu den Vorjahren ein neuer Höchststand erreicht. Und das bei gleichbleibender Zahl an Hotels und Beherbergungsbetrieben.

Wie immer bei ihren Jahreszahlen haben die Statistiker des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart nur Hotels und Beherbergungsbetriebe berücksichtigt, die mindestens zehn Betten anbieten. Ferienwohnungen, von denen es in der Grenzstadt und in den Stadtteilen Haltingen, Ötlingen und Märkt auch eine stattliche Anzahl gibt, hat das Statistische Landesamt nicht in ihre Erhebung aufgenommen.

Die Zahl der Hotels und Häuser, die Übernachtungen anbieten, ist in der 3-Länder-Stadt konstant geblieben. Wie schon im Jahr zuvor sind in der Jahresstatistik für Weil am Rhein 20 Betriebe aufgeführt. Allerdings gibt es mit 1558 Betten 28 mehr als ein Jahr zuvor.

Von Januar bis einschließlich Dezember 2025 weisen die Statistiker 160.229 Gästeankünfte in der Stadt im südwestlichsten Zipfel aus – so viele wie noch nie. Entsprechend gibt es auch bei den Übernachtungen einen neuen Rekordwert: 255.359 sind in der Jahresstatistik 2025 vermerkt. Zum Vergleich: 2024 verzeichnete Weil am Rhein 143.378 Gästeankünfte und 243.378 Übernachtungen.

Stark angestiegen ist auch die Zahl der Gäste, die ihren Wohnsitz im Ausland haben. Das Statistische Landesamt gibt die Zahl der ausländischen Gäste mit 78.565 an. Zum Vergleich: 2023 beispielsweise waren es 54.135 Übernachtungsgäste aus dem Ausland.

Keine klassische Touristenstadt

Dass Weil am Rhein keine Touristenstadt ist, sondern hier vornehmlich Geschäftsleute, Durchreisende und Kurzurlauber nächtigen, zeigt ein Blick auf die Aufenthaltsdauer der Gäste. Schwankte diese in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich zwischen 1,7 und 1,9 Tagen, so lag sie im zurückliegenden Jahr noch minimal darunter, nämlich bei 1,6 Tagen. Die in Weil am Rhein in der Statistik berücksichtigten 1558 Schlafgelegenheiten waren zu 45,6 Prozent ausgelastet.

Der einzigartige Vitra Architekturpark mit seinen international renommierten Gebäuden ist ein starker Anziehungspunkt. Foto: Siegfried Feuchter

Größter Anziehungspunkt für Touristen ist vor allem der international bekannte Architekturpark auf dem Vitra Campus mit seinem Ensemble zeitgenössischer Architektur. Er zieht Architektur- und Design-Liebhaber aus aller Welt an.

Gebäude weltberühmter Architekten

Dieser Architekturpark beherbergt Gebäude weltberühmter Architekten wie Adao Ando, Zaha Hadid, Herzog & de Meuron, Frank Gehry, Nicholas Grimshaw, Álvaro Siza und SANAA sowie Bauten von Richard Buckminster Fuller und Jean Prouvé. Fünf der auf dem Vitra Campus vertretenen Architekten sind Träger des Pritzker-Preises, die weltweit wichtigste und renommierteste Auszeichnung der Architektur. Im Schnitt kommen pro Tag mehr als 1000 Besucher auf den Vitra Campus.

Welche Anziehungs- und Strahlkraft diese renommierten Gebäude haben, lässt sich auch daran ablesen, dass allein das 2010 eröffnete Vitra Haus bereits achteinhalb Jahre später, also 2018, den dreimillionsten Besucher begrüßen konnte.