Die Ferienwohnungen sollen sich in das Ortsbild im Weiler Kirchhausen einfügen und den Tourismusstandort stärken. (Symbolfoto) Foto: Pixabay/PIRO4D

Im kleinen Weiler Kirchhausen in Steinens Ortsteil Endenburg soll ein auf Landkreisebene bislang einmaliges Tourismusprojekt entstehen.

Die Pläne für das Projekt „Living Park Kirchhausen“ wurden nun erstmals öffentlich im Gemeinderat vorgestellt.

 

Die ursprüngliche Idee dieser Hotelerweiterung geht bereits auf das Jahr 2016 zurück, wurde dann aber vom damaligen Betreiber des Hotels Landmann nicht weiterverfolgt. Nun wurde das Projekt vom neuen Hotelbetreiber und Geschäftsführer, Andreas Hofmeier, wieder aufgegriffen und weiterentwickelt.

Was geplant ist

Bei einer ersten Präsentation im Ortschaftsrat im vergangenen Juli wurden seine Pläne positiv aufgenommen. Ende Oktober folgte ein Vor-Ort-Termin mit Fachbehörden und potenziellen Planungsbüros. Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Steinen hat das Vorhaben im Dezember erstmals nichtöffentlich beraten und für gut befunden, wie mitgeteilt wurde. Für die Umsetzung wird nun ein vorhabenbezogener Bebauungsplan empfohlen, bei dem der Projektträger sämtliche Entwicklungskosten übernimmt. Gleichzeitig muss der Flächennutzungsplan im entsprechenden Gebiet fortgeschrieben werden, wie Hofmeier betonte. Er kündigte eine hochwertige Chalet-Architektur mit viel Holz und natürlichen, vorzugsweise regionalen Materialien an.

Die Chalets mit Sattel- oder Pultdächern sollen sich ins Ortsbild einfügen. Hofmeier sprach von einer aufgelockerten Bebauung in modularer oder Massivholzbauweise. Die „Mini-Häuser“ mit ein oder zwei Etagen sollen Platz für bis zu fünf Personen bieten. Allerdings rechnet der Hotelbetreiber aus Erfahrung damit, dass die Chalets vorwiegend von Paaren gebucht werden. Auch bestehe die Möglichkeit, ein Chalet käuflich zu erwerben und es neben der Eigennutzung von der Hotel Landmann GmbH vermieten zu lassen.

Stärkung des Standorts

Hofmeier sprach von einer nachhaltigen Stärkung des Tourismusstandorts Kirchhausen in Ergänzung zum Hotelbetrieb. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich auch das Bauernhausmuseum Schneiderhof. Die Ferienhaussiedlung soll sich an die bestehende Bebauung anschließen, jedoch ausdrücklich nicht der Wohnraumbeschaffung dienen. Als Zielgruppe bei diesem touristischen Ganzjahreskonzept nennt Hofmeier ruhesuchende Urlauber. Großveranstaltungen sind ausdrücklich nicht vorgesehen.

Der Hotelbetreiber rechnet damit, dass die Gäste dann auch Impulse für die lokale Wirtschaft nach sich ziehen werden. Die Bewirtschaftung der Chalets erfolgt ausschließlich durch die Hotel Landmann GmbH.