Das Hotel Langenwaldsee erhält mit dem neu aufgestockten Gebäudeteil (links) einen gederehten Giebel, der die Optik des Komplexes jetzt insgesamt abrundet. Foto: Schwarz

Das Hotel Langenwaldsee in Freudenstadt nutzt den Lockdown für umfangreiche Investitionen. Nach der Eröffnung des neuen Wellnessbereiches werden jetzt die künftig barrierefrei erreichbaren Zimmer mit Seeblick aufgestockt.

Freudenstadt - Nicht nur der aufgestockte Anbau, sondern auch der künftig zum See hin gedrehte Giebel des Seitengebäudes haben die Optik des Hotelkomplexes in sich stimmig gemacht. "Jetzt hat die Wurst endlich zwei Zipfel", sagt Architekt Detlef Brückner aus Freudenstadt, der das Projekt geplant hat.

Im neu aufgestockten Teil des Gebäudes – aus statischen und optischen Gründen in Holzbauweise erstellt – entstehen neben zwei Personalzimmern und Abstellfläche sieben Gästezimmer mit Blick auf den See. 45 Zimmer stehen den Gästen im "Langenwaldsee" dann insgesamt zur Verfügung. Jedes der Zimmer hat seinen individuellen Charakter, keines gleicht dem anderen. Hinsichtlich der Innenraumgestaltung und der Ausnutzung der großzügigen Raumhöhe gibt es bereits originelle Ideen.

Der mit der Baumaßnahme im Seitentrakt neu eingebaute Aufzug ermöglicht es den Gästen, sich künftig barrierefrei von den Zimmern aus bis hinunter in den neuen Wellnessbereich zu bewegen oder das Restaurant zu besuchen. "Bis auf drei Stufen im Übergang zum alten Restaurantbereich ist auch dort zwischenzeitlich alles barrierefrei erreichbar", betont Seniorchef Michael Kaltenbach. Er freut sich über den Anbau mit dem gedrehten Giebel schon deshalb, weil er sich immer schon ein solches "Schwarzwaldhaus" gewünscht habe, erzählt er. Die Bauweise mit heimischem Holz und das neue Walmdach sowie eine künftige Schindelfassade sorgten für ein solches Flair.

Regionalität ist Bauherren wichtig

Regionalität ist den Bauherren aber nicht nur beim Holz wichtig gewesen, sondern auch bei der Auswahl der Handwerker, die fast alle aus dem Landkreis Freudenstadt kommen. Insgesamt wurden 60 Kubikmeter Bauholz für das Dach und die Wände verbaut, weitere 60 Kubikmeter für die Massivholzdecken. Die Einweihung der neuen Zimmer und des gesamten neuen Gebäudeteils ist im Spätsommer geplant. "Wir sind guter Dinge, dass wir die Corona-Krise dann hinter uns lassen können und dass es dann auch gut für uns weitergeht", so Michael Kaltenbach. Deutlich macht er aber auch, dass die umfangreichen Investitionen in den Freudenstädter Hotelbetrieb nur deshalb getätigt wurden, weil mit Sohn Christoph ein begeisterter Nachfolger in den Startlöchern stand. "Ohne ihn hätte ich das Haus vor Jahren schon verkauft."

Für Nachfolger Christoph Kaltenbach setzt der gedrehte Anbau nun auch den Schlusspunkt unter eine ganze Reihe von Maßnahmen, die das Haus für die Zukunft gerüstet haben. Der neue Wellnessbereich, für dessen Erreichbarkeit Architekt Brückner sogar einen Tunnel geplant und umgesetzt hatte, wurde bereits vor einigen Monaten fertiggestellt. Der Umbau des gesamten Eingangsbereichss und der Rezeption erfolgten schon früher.

Stillstand werde es aber auch mit Fertigstellung und dem Bezug der Zimmer im Herbst nicht geben, verrät der Juniorchef vorab. "Die weitere Entwicklung geht dann in Richtung des früheren Freibadgeländes", kündigt Christoph Kaltenbach an. Die Familie habe das Gelände zwischenzeitlich erworben. Was genau geplant ist, will Christoph Kaltenbach jedoch noch nicht verraten.

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