Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Tourismus in Enzklösterle Dengler will verhältnismäßige Corona-Maßnahmen

Von
Bürgermeister Sascha Dengler und Hotelier Wolfgang Frey hoffen auf baldige Lockerungen. Foto: Gemeinde Enzklösterle

"Hilfe! Kein verlängerter Lockdown!" – so ist eine aktuelle Pressemitteilung der Gemeinde und des Dehoga-Ortsverbandes Enzklösterle überschrieben.

Enzklösterle/Enztal - Die Corona-Krise hat die ganze Welt und somit auch das beschauliche Enzklösterle im Griff. Einzelhändler sind froh um jeden Kunden, die Gastronomie muss wiederholt auf Lieferservices und Essen "to go" umstellen, Beherbergungsbetriebe blicken düsteren Zeiten entgegen, dürfen sie doch aktuell keine touristischen Gäste aufnehmen, ist weiter zu lesen. Novemberhilfen hin oder her, die aktuelle Situation sei, vorsichtig gesagt, heikel. Wobei auch noch unklar sei, ob und bis wann diese Beschränkungen verlängert werden.

Der Dehoga-Ortsverbandsvorsitzende Wolfgang Frey sagt: "Hotellerie und Gastronomie sind von der Corona-Pandemie und dem zweiten Lockdown in diesem Jahr besonders stark betroffen. Viele Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand, deshalb ist für unsere Branche Hilfe auch dringend erforderlich. Denn nur mit leistungsfähigen Betrieben in unserer Region ist ein florierender Tourismus möglich und weiter zu entwickeln – und nicht mit Betrieben, die wegen den Corona-Beschränkungen ums Überleben kämpfen müssen." Von der Politik sei zwar großartig angekündigt worden, dass die Hilfen unbürokratisch laufen sollen, dem sei aber nicht so. "Dies habe ich schon von einigen Kollegen gehört. In einigen Fällen sind die Überbrückungshilfen vom Bund oder die Stabilisierungshilfen vom Land entweder abgelehnt oder gekürzt worden – und dies betrifft den ersten Lockdown im Frühjahr. Für die Novemberhilfe, den zweiten Lockdown, hoffe ich, dass den großen Worten unserer Verantwortlichen auch Taten folgen. Sonst sehe ich auf viele Betriebe und den Tourismus insgesamt schwierige Zeiten zukommen", so Frey weiter.

Umdenken gefordert

"Wir müssen umdenken", sagt der Heidelbeerdorf-Schultes Sascha Dengler: "Die Corona-Pandemie ist für alle unglaublich kräfte- und ressourcenzehrend und verlangt von den Menschen, Betrieben sowie auch der Gemeinde unglaublich viel ab. Aber es sind gerade die ›Kleinen‹, denen es an Rücklagen und Absicherung fehlt." Es gebe an der Corona-Welle nichts zu leugnen oder zu rütteln, "aber wir müssen Maßnahmen treffen, die regional und in ihrer Gesamtheit geeignet, erforderlich und vor allem verhältnismäßig sind. Das vermisse ich in der aktuellen Lage sehr", sagt Dengler. Ein Vorschlag wäre beispielsweise, dass die Gastronomie/Hotellerie unter gleichen Bedingungen wieder öffnen kann wie im Sommer. Dengler: "Das hat funktioniert, wir haben es kontrolliert, die Infektionszahlen waren gering. Die Konzepte und die Maßnahmen die die Betriebe vor Ort getroffen haben, die viel Geld gekostet haben: Sie haben gegriffen. Das Problem muss also an anderer Stelle liegen", so Dengler weiter.

Lesen Sie auch: Wo bleiben die Hilfen für das Gastgewerbe?

Ein weiterer Vorschlag wäre nach Ansicht des Bürgermeisters auch die schnelle Einsatzbereitschaft und Verfügbarkeit von Corona-Schnelltests, die von jedem Übernachtungs- und Gastronomiebetrieb zur Testung seiner Gäste verwendet werden könnten. Oder man verlangt vorab bereits ein negatives, maximal 48 Stunden altes Testergebnis. Auch eine Variante könnten laut Dengler diverse Lockerungen aufgrund der tatsächlichen Zahl von Infektionen vor Ort oder in einer Verwaltungsgemeinschaft wie etwa dem Oberen Enztal sein.

"Gott sei Dank hat ein deutsches Unternehmen nun einen aussichtsreichen Impfstoff entwickeln können. Aber mal ehrlich, wie lange wird es dauern, alle 83 Millionen Einwohner in Deutschland, respektive 450 Millionen EU-Bürger zu impfen? Von Nebenwirkungen, Zweifachimpfung und rechtlichen Fragestellungen ganz zu schweigen. Wir wären einen Riesenschritt weiter, wenn neben der Suche nach einem Impfstoff in genau der gleichen Art und Weise ein einfach durchzuführender und zuverlässiger Schnelltest herausgegeben würde. Wir könnten somit vor Ort testen und positive Gäste bitten, nach ihrer Genesung wieder zukommen", führt Dengler weiter aus.

Artikel bewerten
0
loading

Sonderthemen

 

Ihre Redaktion vor Ort Bad Wildbad

Markus Kugel

Fax: 07051 130891

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 130891

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.