Das Kurhaus in Bad Herrenalb – Auslastung und Wirtschaftlichkeit stehen im Fokus. Foto: Kugel

In Sachen Tourismus und Stadtmarketing soll in Bad Herrenalb dieses Jahr einiges passieren. Da ist wenigstens im Wirtschaftsplan 2024 zu lesen. Das Kurhaus spielt auch eine wichtige Rolle.

Auch zukünftig gelten für den Eigenbetrieb Tourismus und Stadtmarketing in Bad Herrenalb folgende Schwerpunkte: Netzwerke ausbauen, Vermarktung und Qualität steigern. Das steht in den Vorbemerkungen zum Wirtschaftsplan.

 

2024 werde die Zusammenarbeit mit der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald (TNS) weiter ausgebaut. Man führe die Online-Buchungsplattform Regiondo ein, so dass den Gästen ein weiterer Buchungskanal zur Verfügung stehe.

Klare Abgrenzung Die Zusammenarbeit mit der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus werde des Weiteren überarbeitet und wie mit TNS einer klaren Aufgabenabgrenzung unterzogen. Verstärken will man die Kooperation mit ortsansässigen sowie weiteren Partnern aus der Region, zudem sollen die Reichweiten im Social-Media-Bereich ausgebaut werden.

„Du tust mir gut“

In diesem Jahr ist außerdem geplant, Tagesbesucher durch den weiteren Ausbau des Partnernetzwerks zu gewinnen. Touristische Werbemaßnahmen in den wichtigsten Quellmärkten seien geplant. Die Kampagne „Du tust mir gut“ werde fortgesetzt und eine Zusammenarbeit mit dem „Convention Bureau Karlsruhe und Region“ im Bereich Veranstaltungen will man voranbringen.

Produkte möchte man mit Partnern entwickeln. So sollen Führungen thematisch zum Geburtstagsjahr mit „Graf Eberstein“ angeboten sowie ein neuer Outdoor-Escape-Room entwickelt werden. Die digitale Content-Produktion soll gesteigert werden.

Im Jahr 2024 werde des Weiteren die Datenqualität erhöht durch Zuarbeit in die Wissensdatenbank TOUBIZ der übergeordneten Tourismusorganisationen STG (Schwarzwald Tourismus GmbH) und TMBW (Tourismusmarketing Baden-Württemberg).

Nachhaltige Verbesserung Auch wird darauf hingewiesen: Der Gemeinderat habe sich intensiv mit der Weiterentwicklung des Kurhauses befasst und Schritte in die Zukunft definiert. Der nächste werde die Verabschiedung eines Businessplans sein, den man derzeit erstelle. „Daher werden dessen Auswirkungen zukünftigen Wirtschaftsplänen vorbehalten bleiben müssen. Grundsätzlich ist aber damit zu rechnen, dass die noch festzulegenden Maßnahmen sich positiv auf die Auslastung und Wirtschaftlichkeit des Kurhauses auswirken werden“, heißt es des Weiteren. Schon jetzt lasse sich jedoch sagen, dass für eine nachhaltige Verbesserung der Fokus auf (mehrtägige) Veranstaltungen während der Woche liegen müsse. Denn solche Veranstaltungen lägen zum einen in eher veranstaltungsarmen Zeiten „und bieten zum anderen die Möglichkeit, auch Übernachtungen zu generieren, so dass zusätzliche positive Auswirkungen entstehen können“.

Positive Auswirkungen

Neues Mobiliar Zur Erinnerung: Anfang Februar stand „Vergabe Kurhausmöbel“ auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Eigentlich sollte das Kurhaus neues Mobiliar bekommen. Doch bei den Stühlen entsprach keines der Angebote den geforderten Kriterien. Zudem waren die Preise hoch. Das Gremium hob somit einstimmig die Ausschreibung für Stühle auf. Der Gemeinderat votierte mehrheitlich dafür: Für den Bedarf an Stühlen soll keine weitere, beschränkte Ausschreibung erfolgen.

Einstimmiger Zuschlag

Bei den Tischen erfolgte einstimmig der Zuschlag für die Tische mit HPL-Hochdrucklaminat-Platten (High Pressure Laminate), die eine stoß- und druckbelastbare sowie kratzfeste und hitzebeständige Oberfläche bieten. Für 60 Tische (80 mal 80 Zentimeter) und Einlegeplatten sowie zehn Tische (80 mal 120 Zentimeter) und weitere 32 Tischplatten zum Einlegen wurden Ausgaben in Höhe von mehr als 30 500 Euro brutto bewilligt.