Starpanorama: der Blick vom Zeller Horn auf den Zoller. Foto: Bitzer

Sachstandsbericht zum Tourismus in Albstadt hat Kulturamtschef Martin Roscher im Verwaltungs- und Finanzausschuss erstattet.

Der Stolz auf die Pioniertat ist ungebrochen: 15 Jahre ist es her, dass die Stadt Albstadt ihren Masterplan Tourismus mit den „Traufgängen“ als konzeptionellem Herzstück aus der Taufe hob.

 

Sieben waren es damals, seitdem sind noch einige hinzugekommen und eine „Bikezone“ mit vier Mountainbiketrails außerdem. Gewiss, Premiumwanderwege gab es auch vorher schon im Land, und später legten sich noch andere Albgemeinden Traufgänge zu.

Roscher: Albstadt ist und bleibt der Prototyp, von dem kopiert wird

Doch der Prototyp ist und bleibt der Albstädter. „Klar werden wir kopiert“, räumte Martin Roscher auf Anfrage aus dem Ausschuss ein – mit breiter Brust, als wollte er sagen: Wäre schlimm, wenn es anders wäre.

Indes ist der Albstädter Tourismus nach wie vor ein Tagestourismus, auch wenn mit den Kapazitäten allmählich auch die Zahl der Übernachtungen gestiegen ist. Es wären noch mehr, wenn es den UCI-Mountainbike-Weltcup noch gäbe.

„Der fehlt uns“, klagt Roscher. Ausbaufähig sei auch die Aufmerksamkeit in den Social Media, aber dafür habe die Stadt ja einen Social-Media-Manager.

Und die Gastronomie? An den Premiumwanderwegen gedeiht sie; dass es anderswo nicht so ist, weiß Roscher. „Aber ohne den Tourismus sähe es noch trauriger aus.“ Womit auch die Frage aus dem Ausschuss beantwortet war was die Einheimischen denn eigentlich vom aufblühenden Tourismus hätten.

Tourismusanteil an der Gewerbesteuer ist überschaubar

Und die Stadt? Der Anteil des Tourismus am Gewerbesteueraufkommen ist überschaubar – und die Nutzung der generalüberholten Wanderparkplätze Heersberg in Burgfelden und Stocken, Fuchsfarm und Dagersbrunnen bei Onstmettingen noch nicht einmal gebührenpflichtig.

Wieso das? Weil in diesen Parkplätzen Landesmittel verbaut wurden und die Förderung an den Gebührenverzicht geknüpft ist – für nicht weniger als 20 Jahre! Allerdings wusste Markus Ringle von den Grünen hier Rat: „Dann erheben wir einfach eine Straßenmaut an der Zufahrt zum Raichberg.“