Trekker aus ganz Deutschland und dem Ausland nutzen die Trekking Camps der beiden Schwarzwälder Naturparke und des Nationalparks, um dort zu zelten. Foto: Sebastian Schröder-Esch/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Eine Nacht im Zelt in einem der zwölf Trekking Camps der beiden Schwarzwälder Naturparke oder des Nationalparks lockt nicht nur Trekker aus Baden-Württemberg.

Nordschwarzwald - Die Gäste kommen aus ganz Deutschland, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und Frankreich. Nach zwei Jahren Einschränkungen durch die Corona-Pandemie verlief die diesjährige Saison wieder wie gewohnt. Im Vergleich zum Vorjahr kamen mehr Gäste aus dem Ausland. Ab dem 1. Mai konnten Trekker an 184 Tagen in den zwölf Camps übernachten. Im Naturpark Südschwarzwald kamen in diesem Jahr zwei neue Trekking Camps hinzu. Am 31. Oktober endete die Saison 2022.

Mehr Zelte als 2019

Den Buchungen zufolge wurden insgesamt 5709 Zelte aufgeschlagen, davon 3833 im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und im Nationalpark sowie 1826 im Naturpark Südschwarzwald. Damit waren die Camps wieder nahezu ausgebucht. Über ein Viertel der Buchungen ging bereits am Tag der Öffnung der Buchungsplattform am 15. März ein. Im Schnitt erwandern Trekker ein bis zwei Camps, um dort eine Nacht zu verbringen.

Alle Trekking Camps waren ähnlich gut besucht

"Besonders begehrt bei den Gästen waren die Wochenenden und Feiertage sowie die Ferienzeiten", resümiert Lilli Wahli. Sie ist beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord für das Projektmanagement zuständig und zusammen mit Christine Peter vom Naturpark Südschwarzwald Ansprechpartnerin für die Kommunen und Betreiber der Camps. Alle Trekking Camps waren ähnlich gut besucht. "Das zeigt, dass wir die Plätze für unsere Camps entsprechend der Interessen der Trekker ausgewählt haben", sagt Karl-Heinz Dunker, Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Im Durchschnitt standen im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und im Nationalpark mehr Zelte als 2019 auf den Plätzen. 2019 wurden im Schnitt 344 Zelte pro Camp aufgestellt. 2022 waren es im Schnitt 410 Zelte pro Camp.

Ab und an haben die Trekker etwas Müll hinterlassen

Mit Blick auf die abgeschlossene Saison fasst Wahli zusammen: "Die Trekking Camps sind sehr beliebt und funktionieren gut. Ab und an haben die Trekker etwas Müll hinterlassen." Besonders wichtig ist Wahli auch, auf die geltenden Regeln in den Camps hinzuwiesen: "Die Regeln bei Waldbrandgefahr müssen ernstgenommen und eingehalten werden. Das hat in den allermeisten Fällen sehr gut funktioniert. Wenn es in Einzelfällen nicht klappt, suchen die Ranger und Camp-Betreuer das Gespräch und weisen auf die Gefahren und den Schutz der Natur hin."

Die kommende Trekking Camp-Saison beginnt am 1. Mai. Die Buchungsplattform wird am 15. März freigeschaltet.

INFO: Trekking Camps

Das Projekt Trekking Schwarzwald wurde 2017 gemeinsam von den Naturparken Schwarzwald Mitte/Nord und Südschwarzwald, dem Nationalpark Schwarzwald und Forst BW initiiert. Ziel ist es, unter Berücksichtigung des Naturschutzes und in Abstimmung mit den Waldbesitzer ein Netzwerk von Trekking Camps entlang zentraler Fernwanderwege des Schwarzwalds zu etablieren. So ist das Übernachten in den beiden Naturparken und im Nationalpark Schwarzwald offiziell erlaubt. In der Saison 2020 wurde das Angebot auf den Südschwarzwald ausgeweitet.

Alle Camps liegen abseits der Ortschaften und sind nur zu Fuß erreichbar. Sie verfügen über Plätze für bis zu drei Zelte, eine Feuerstelle und ein Toilettenhäuschen. Ausrüstung, Verpflegung und Trinkwasser müssen Trekker selbst mitbringen. Pro Camp dürfen Trekker maximal eine Nacht verbringen. Die Standorte der Camps sind so gewählt, dass innerhalb einer Tagestour das nächste Camp erreicht werden kann.