Erste Impulse für Bad Herrenalb: von Wanderungen, Wellness und „Longevity“. Als „Sehnsuchtsort“ sieht das Tourismusteam den Drachenfliegerplatz.
Ein neues Gesicht, bewährte Partner und eine Menge frischer Ideen: Die Strategen des lokalen Tourismus trafen sich zu einem ersten Kennenlerngespräch. Jens Walter, seit 1. Januar neuer Tourismuschef in Bad Herrenalb, empfing Corinna David, stellvertretende Geschäftsführerin der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald, und Herrenalbs Marketingleiterin Julia Riegger. Gemeinsam steckten sie die ersten Kommunikationsschwerpunkte für das laufende Jahr ab.
Gesundheit als „Lebensschiff“ Unter dem Motto „Kreativ denken – innovativ handeln“ setzte das Treffen einen zentralen Impuls beim Thema Gesundheit. Diese ist in Bad Herrenalb traditionell tief verwurzelt, soll nun aber modern interpretiert werden.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Evolution des klassischen Kurwesens hin zum Megatrend „Longevity“. Dabei geht es nicht allein um das Älterwerden, sondern um die Maximierung der sogenannten „Gesundheitsspanne“. Corinna David betont die besondere Aura der Region: „Der Nördliche Schwarzwald ist ein Kraftort, ein Platz, an dem Entschleunigung leichtfällt und die Natur in ihrer ganzen Schönheit erfahrbar wird. Bad Herrenalb ist dabei der ideale Rückzugsort für Körper und Geist.“
Bad Herrenalb möchte hier Pionierarbeit leisten. Das Konzept, das intern als „Longship“ bezeichnet wird, nutzt das Bild eines Wikingerschiffs als Metapher für Stärke und Entdeckergeist. „Es geht darum, das eigene Lebensschiff sicher und kraftvoll durch die Zeit zu steuern“, so Jens Walter.
Reine Entspannung
Statt Krankheiten nur zu behandeln, soll Prävention durch optimierte Ernährung und Training die Gäste bis ins hohe Alter fit halten. Auch für die „neue“ Therme, die Ende des Jahres ihre Tore öffnet, wird Wellness laut Walter neu gedacht: „Wellness bedeutet mehr als reine Entspannung. Es ist ein Erlebnis für alle Sinne.“
Zudem plant er, durch Angebote wie Yoga verstärkt eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Diese soll auch abseits der Wellnessangebote attraktive Freizeitmöglichkeiten entdecken – etwa beim Goldwaschen in der Alb, oder bei einer Entdeckertour mit dem lokalen „Exit Game“.
Sehnsuchtsort mit Weitblick Beim Thema Wandern verlässt Bad Herrenalb die Pfade reiner Kilometerangaben; im Fokus steht das Gefühl.
Eigene Grenzen spüren
Als besonderen „Sehnsuchtsort“ hat das Tourismusteam Bad Herrenalb den Drachenfliegerplatz auserkoren. Marketingchefin Julia Riegger erläutert die verschiedenen Wege zu diesem Ziel: Ob die „Drachenflieger-Tour“ für den perfekten Sonnenuntergang, die anspruchsvolle „Gipfelstürmer-Tour“ von Bernbach über den Schweizerkopf oder die „Bernbacher Grenzerfahrung, am Ende steht das Erlebnis, die eigenen Grenzen zu spüren und mit einem weiten Blick belohnt zu werden. „Manchmal braucht es kein Flugticket, um die große Sehnsucht zu stillen“, so ihr Tenor.
Buslinie X63 Damit die Erholung für Wandern und Wellness stressfrei beginnt, rückt die Mobilität in den Fokus. Die Buslinie X63 zwischen Calw und Bad Herrenalb spielt hierbei die Hauptrolle. „Mobil zu sein bedeutet heute, die Region nachhaltig und unkompliziert zu erleben“, erklärt Corinna David.
Der Regionalbus verbindet Ausflugsziele, idyllische Naturerlebnisse und charmante Orte entlang der Strecke, bequem erreichbar mit dem ÖPNV. Wer mobil unterwegs ist, genießt die Freiheit, Wanderungen flexibel zu planen und neue Lieblingsplätze stressfrei zu entdecken. „Einsteigen, zurücklehnen, Schwarzwaldblicke genießen, das ist Urlaubsgefühl ab der ersten Minute“, so David, die zudem darauf verweist, dass es entlang der abwechslungsreichen Tour Aussichtspunkte und Einkehrmöglichkeiten gibt, die sich ideal mit der Busfahrt kombinieren lassen.
Der Auftakt hat gezeigt: Bad Herrenalb hat viel vor. Mit einer Mischung aus moderner Gesundheitsforschung, emotionalen Naturerlebnissen und einer Prise Abenteuer.