Ein totes Baby wurde Ende März in einer Albstädter Wohnung gefunden. Nun liegen neue Erkenntnisse zur Todesursache vor. (Symbolfoto) Foto: NetPix/Shutterstock

Ende März war in einer Albstädter Wohnung ein totes Neugeborenes gefunden worden. Jetzt liegen die Obduktionsergebnisse vor, die den Verdacht gegen die 35-jährige Mutter des Babys erhärten.

Im Fall des am 30. März in einem Mehrfamilienhaus in Albstadt aufgefundenen toten Neugeborenen liegen zwischenzeitlich weitere Erkenntnisse zu den Todesumständen vor. Dies gaben die Staatsanwaltschaft Hechingen und das Polizeipräsidium Reutlingen am Freitag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.

 

Demnach habe die Anfang April durchgeführte Obduktion des Säuglings ergeben, dass dieser bei der Geburt am Leben war. Er sei im Anschluss eines nicht natürlichen Todes gestorben, heißt es weiter.

Der Säugling war am 30. März im Badezimmer der gemeinsamen Wohnung der 35-jährigen Mutter und ihres Lebensgefährten leblos aufgefunden worden. Der Mann hatte über Notruf die Polizei verständigt. Die Frau hatte ihre Schwangerschaft offenbar geheim gehalten und das Kind unbemerkt im Badezimmer der gemeinsamen Wohnung zur Welt gebracht.

Gegen Mutter wird wegen Totschlags ermittelt

Die tatverdächtige Mutter des Kindes befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft, gegen sie wird wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt. Der Staatsanwaltschaft zufolge macht sie von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind zwischenzeitlich abgeschlossen. Die Ermittlungsergebnisse wurden an die Staatsanwaltschaft Hechingen übergeben.

Weitere Details zu den genauen Todesumständen des Kindes würden bis zur geplanten Anklageerhebung in wenigen Wochen nicht mitgeteilt, heißt es abschließend.