Ein Wolf hat Ende Dezember jeweils Nutztiere in Seewald und Forbach gerissen – war es derselbe? (Symbolbild) Foto: bennytrapp - stock.adobe.com

Der Verdacht hat sich bestätigt: Die Ende Dezember gefundenen zwei toten Schafe in Seewald und die beiden toten Ziegen in Forbach gehen auf das Konto eines Wolfes.

Ende Dezember waren in Seewald-Hochdorf zwei tote Schafe mit Rissverdacht gemeldet worden. Jetzt steht fest: Ein Wolf hat die Tiere gerissen. Abstrichproben wiesen einen Wolf als Verursacher nach, teilte das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg am Freitag mit.

 

Bei dem Tier wurde der sogenannte Haplotyp HW02 (C1) im Erbgut nachgewiesen. So kann laut der „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“ festgestellt werden, aus welcher regionalen Population das Tier stammt. In diesem Fall aus Polen.

Drei Tage vor dem Vorfall in Seewald waren aus der Gemeinde Forbach (Landkreis Rastatt) zwei tote Ziegen mit Rissverdacht gemeldet worden. Auch die Untersuchung von Abstrichproben dieser Tiere weise nun einen Wolf mit dem Haplotyp HW02 (C1) als Verursacher nach, hieß es ebenfalls am Freitag.

Die Untersuchung von Proben am Senckenberg Zentrum für Wildtiergenetik sei in beiden Fällen noch nicht abgeschlossen, sodass jeweils das Individuum gegebenenfalls noch ermittelt werden könne.

Die Gemeinden Seewald und Forbach liegen im Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald, in dem besondere Maßnahmen zum Schutz von Nutztieren vorgesehen sind.