Die Untersuchungsergebnisse zeigen: Ein bislang nicht registrierter Wolfsrüde hat Ende Mai die Schafe in Schramberg gerissen. (Symbolfoto) Foto: Stratenschulte/dpa

Ende Mai sind in Schramberg drei gerissene Schafe entdeckt worden. Die Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg hatte daraufhin DNA-Proben genommen. Jetzt ist der Nachweis da: Ein Wolfsrüde hat die Tiere getötet.

Schramberg - Bei dem Wolf handelt es sich um einen noch nicht registriertes Tier. Die genetische Analyse des Senckenberg-Instituts in Gelnhausen ergab, dass es sich um einen Wolf aus der Alpen- beziehungsweise italienischen Population handelt. Das geht aus einer Mitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Stuttgart hervor.

Der Rüde trägt die Bezeichnung GW2120m. "Ob der Wolf sich noch in der Region aufhält oder auf der Suche nach einem Revier weitergezogen ist, ist nicht bekannt", heißt es vom Ministerium weiter.

Seit längerer Zeit zwei Wölfe ansässig

Schramberg liegt innerhalb des Fördergebiets Wolfsprävention, in dem das Umweltministerium Herdenschutzmaßnahmen mit bis zu 100 Prozent der anfallenden Kosten bezuschusst. Im Schwarzwald leben bereits seit längerer Zeit zwei Wölfe –­ einer im Nord-, einer im Südschwarzwald.

Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf oder Risse sollten umgehend der Forstlichen Versuchs und Forschungsanstalt, Telefon: 0761/4 01 82 74 oder E-Mail: info@wildtiermonitoring.de, gemeldet werden, bittet die Behörde.

Ausführliche Informationen zu den Fördergebieten Wolfsprävention und zum Herdenschutz, Daten zu Wolfssichtungen im Land sowie Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und Wolf sind auf der Internetseite des Umweltministeriums unter www.um.baden-wuerttemberg.de zu finden.