Die Turnhalle des CSG war beim Hausmusikabend voll besetzt. Foto: Baublies

Der Hausmusikabend am Clara-Schumann-Gymnasium hat die Erwartungen übertroffen. Einige Hundert Schüler – von Klasse 5 bis zur Jahrgangsstufe II – haben noch mehr Zuschauer in der Turnhalle der Schule bestens unterhalten.

Eine Premiere waren zwei Stücke des neuen Werks „Klang des Regens“: Schüler der Oberstufe haben ein eigenes Musical komponiert, das Ende Juli das erste Mal komplett aufgeführt wird. Der „Erweckungsspruch“ mit den Gesangssolisten Tom Pfeiffer (Bariton), Tabea Stieben (Mezzosopran), dem Chor und dem Sinfonieorchester war vielversprechend.

 

Darja Marker und Emilie Wenzel-Teuber (beide Sopran) ergänzten das „Trauerlied der Regentrude“ aus dem Werk. Interessant waren neben Gesang und klassischem Orchester die Ergänzung durch Elemente aus Rock und Pop beim Trauerlied. Das, was hier kurz angedeutet wurde, klingt spannend und dürfte ausnahmslos alle Zuschauer sehr gut angesprochen haben. Der Beifall nahm ein Ausmaß an, das man eher von einem Rockkonzert oder vom Fußballplatz kennt.

Melodien aus der „Sendung mit der Maus“

Ob Selbsterkenntnis ein Weg zur Besserung ist? Jonah Keyser (Jahrgangsstufe I), der zur Big Band gehört, stellte mit dem Ensemble „Kapfenburg Jam“ seine eigene Komposition „Sorry, I’m late“ vor. Das Jazz-Ensemble legte hier einen ordentlichen Drive hin. Liam Jäger (ebenfalls Jahrgangsstufe I) hat Gefallen an der „Sendung mit der Maus“ gefunden. Sein Arrangement „Die Maus“, Variationen zu der sehr bekannten und eingängigen Erkennungsmelodie des Dauerläufers im Kinderfernsehen, war schlicht und einfach klasse. Die Melodie blieb erhalten, die Zutaten machten daraus ein grandioses Arrangement für die gesamte Big Band.

Salome Meier (Solo mit der Violine) und das Streichorchester zeigten mit einer sehr expressiven Variation des „Sommers“ aus dem Zyklus der „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi, welche Möglichkeiten in diesem barocken Stück stecken. Diese Art der Interpretation ist seit der Einspielung von Nigel Kennedy vor 36 Jahren zwar nicht mehr neu. Aber: Die Brillanz der Solistin und das Zusammenspiel der Streicher in Lahr waren genauso klasse wie die Eigenkompositionen davor und danach.

Die Schüler zeigten unter anderem ihr Können an der Geige. Foto: Baublies

Ein Ensemble der Klassen 8 b und c steuerte eine ganz andere Art von Klängen zur Hausmusik bei. Mit Klanghölzern, Triangel und zwei Kochlöffeln (der Holzklasse) haben die Schüler die Bühne und den Zuschauerraum ausgenutzt. Im ersten „From room to stage“ bewegten sie sich aus verschiedenen Richtungen auf die Bühne zu. Es folgte eine Variante „On stage“ und zuletzt „In the room“. Wenig kann mitunter sehr viel sein. Die unterschiedlichen Klänge der Klanggeräte und deren unterschiedliche Herkunft im Raum machten aus dem so schlichten Arrangement etwas ganz Eigenes. Die Achtklässler haben die „Pattern pieces“, wie das gesamte Werk heißt, ebenfalls selbst geschaffen.

Fünftklässler führen das Badnerlied auf

Die Big Band am Ende, die Band „Freshmen“ und der Unterstufenchor rundeten einen gelungenen Abend ab. Für die Klasse 5 a und das gesamte Publikum war die Ouvertüre des Hausmusikabends ein anderes Novum. Die jüngsten versuchten sich bei ihrem ersten Auftritt überhaupt am Badnerlied. Nicht schlimm ist hier die Erkenntnis, dass auch am CSG die Meister nicht vom Himmel fallen. Abzüge gab es hier aber für die Gäste. Nicht alle kamen der freundlichen Aufforderung von Daniel Roos, der das Ensemble dirigierte, zum Mitsingen nach.

Der Hausmusikabend machte – auch das ist nicht gerade neu – seinem Namen alle Ehre. Für diesen Umfang ist nur der Name etwa so passend, wie diese Vokabel aus der Zeit gefallen ist. Das abendfüllende Konzert war für Schüler eine grandiose Leistung. Und: Das gilt für alle Klassenstufen. Den größten Applaus bekamen die Lehrer, die dieses Event möglich gemacht haben.

Das Musical

Das Musical, das Chor, Sinfonieorchester und Band des Clara-Schumann-Gymnasiums derzeit einstudieren, haben Schüler der Oberstufe entwickelt. Louis Becker (10 b), Annika Baumbusch (Jahrgangsstufe I) Darja Marker, Juliane Strauß, und Jonas Wahler (alle Jahrgangsstufe II) haben dieses Stück geschrieben. Einige der Lehrer unterstützen die Komponisten bei den Arrangements. Die Aufführung ist für den 25. und 26. Juli im Parktheater geplant. Der Kartenvorverkauf im Lahrer Kulturamt im Alten Rathaus hat, laut Roos, bereits begonnen.