Auf Noah Atubolu wartet ein aufregender Sommer: Der Torwart des SC Freiburg hofft auf ein WM-Ticket – zudem könnte ein Wechsel des gebürtigen Freiburgers Thema werden.
In der mittlerweile dritten Saison ist Noah Atubolu nun die Nummer eins beim Bundesligisten SC Freiburg. Trainerikone Christian Streich beförderte den damals 21-Jährigen zum Stammtorwart und verteidigte ihn emotional, als er in der Saison 2023/24 in den Sozialen Medien kritisiert wurde.
„Es ist mir viel zu unruhig mit ihm. Wir sind der SC Freiburg und haben einen 21 Jahre alten Torwart, der 40 Spiele gemacht und neunmal in der Liga zu null gespielt hat. Der SC Freiburg entscheidet sich für einen Torwart aus der eigenen Jugend, aus der eigenen Stadt. Genau das ist unser Weg“, sagte Streich im Jahr 2024 – wenige Wochen, bevor er den Platz auf der Trainerbank räumte und an Julian Schuster übergab.
Auch unter dem neuen Cheftrainer blieb Atubolu die Nummer eins im Freiburger Tor und gehört mittlerweile zu den besten Torhütern der Bundesliga. Zudem darf sich der junge Torhüter zumindest leise Hoffnungen auf eine Nominierung zur Weltmeisterschaft 2026 machen. Zweimal berief Bundestrainer Julian Nagelsmann den Freiburger schon in den DFB-Kader, beide Male blieb Atubolu jedoch ohne Einsatz. Beim vergangenen Lehrgang im März entschied sich Nagelsmann für den Augsburger Finn Dahmen als Nummer drei – neben Oliver Baumann und Alexander Nübel.
Immer wieder Gerüchte um Atubolu
Fast schon logisch, dass es angesichts dieser Entwicklung immer wieder Gerüchte um Atubolus Zukunft gibt. Schon im vergangenen Sommer wurde sein Name mit Bayer Leverkusen in Verbindung gebracht, die Werkself verpflichtete aber stattdessen den ehemaligen Freiburg-Keeper Mark Flekken.
Highlight-Spiele in der Europa League warten
Atubolu dagegen, der von 2015 an in der Fußballschule des SC Freiburg ausgebildet wurde, blieb bei seinem Jugendverein und steht mit diesem unter anderem im Halbfinale der Europa League. Die Spiele gegen Sporting Braga aus Portugal könnten zu den letzten gehören, die der 23-Jährige für den Sport-Club absolviert. Denn erneut gibt es Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Atubolu. Wie der „Kicker“ berichtete, forcieren Atubolu und seine Berateragentur einen Abschied des Spielers im Sommer. Entsprechende Signale seinen den Freiburger Verantwortlichen gesendet worden, schreibt das Fachmagazin.
Darauf angesprochen, wollte sich Trainer Julian Schuster am Mittwoch vor dem DFB-Pokalhalbfinale gegen den VfB Stuttgart nicht zu den Gerüchten äußern. „Was er forciert, sind seine Leistungen“, lobte der Coach seinen Keeper, der in dieser Saison noch mal einen Leistungssprung gemacht hat. Der Fokus liege klar auf dem Sportlichen. „Ich glaube es ist ganz gut, dass wir alle drei, vier Tage spielen. Dann haben wir gar nicht so viel Zeit für andere Dinge“, so Schuster.
Vertrag des Torwarts läuft noch bis 2027
Und dennoch spricht derzeit einiges dafür, dass die Freiburger im Sommer eine neue Nummer eins benennen müssen. Denn Atubolus Vertrag im Breisgau läuft noch bis 2027, die kommende Transferperiode wäre demnach die letzte, in der eine ordentliche Ablöse für den Keeper zu verhandeln. Seinen Marktwert taxiert das Portal „transfermarkt.de“ auf 20 Millionen Euro. Sollte ein Wechsel in die Premier League, die der Spieler selbst immer wieder als Traum bezeichnete, realisiert werden, scheint diese Summe durchaus denkbar.
Mehrere Alternativen für die Atubolu-Nachfrage
Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der Atubolu-Nachfolge in Freiburg. Der „Kicker“ nennt gleich mehrere junge Keeper als Alternative, unter anderem Mio Backhaus von Werder Bremen und Dennis Seimen, der derzeit von Stuttgart an Paderborn ausgeliehen ist. Zudem hat der SC Freiburg mit Florian Müller eine erfahrene Nummer zwei in seinen Reihen.