Auch dank ihm schaffte es die U21 bis ins EM-Finale. Damit bringt sich Noah Atubolu vom SC Freiburg auch bei der A-Nationalmannschaft ins Gespräch.
Es hätte nicht viel gefehlt und der Freiburger Keeper Noah Atubolu hätte seine Zeit bei der U21-Nationalmannschaft mit dem ganz großen Wurf beendet. Doch im Finale der U21-Europameisterschaft gegen England verhinderte in der Nachspielzeit die Latte den Last-Minute-Sieg.
In der Verlängerung scheiterte dann auch Atubolus Teamkollege Merlin Röhl am Aluminium, so dass der Torwart des SC Freiburg seine Fähigkeiten im Elfmeterschießen nicht mehr unter Beweis stellen durfte. Und dennoch – (nicht nur) für Atubolu war die U21-EM in der Slowakei ein großer Erfolg.
„Noah Cool“, wie ihn der „Spiegel“ in einem Artikel nannte, machte mehrfach mit starken Spielen auf sich aufmerksam und war neben dem medial omnipräsenten Nick Woltemade einer der DFB-Stars bei dem Turnier.
Auf Manuel Neuers Spuren
Bringt das Sprungbrett U21-EM den gebürtigen Freiburger nun bald ins Tor der A-Nationalmannschaft? Die Chancen dafür stehen derzeit wohl besser, als je zuvor.
Denn mit Manuel Neuer, den Atubolu mit 22 Spielen für die U21 bereits überflügelt hat, hat der im vergangenen Jahrzehnt prägende Torwart seine DFB-Karriere beendet. Neuers Nachfolger Marc-André ter Stegen (33) und Oliver Baumann (35) befinden sich beide bereits im Spätherbst ihrer Karriere.
Die A-Nationalmannschaft ist das klare Ziel
Der 23-jährige Atubolu dagegen hat noch fast seine gesamte Karriere vor sich – und ein klares Ziel: Die A-Nationalmannschaft. Dass er in der Bundesliga bereits zu den besten seiner Zunft gehörte, zeigte er in der vergangenen Saison mit dem SC Freiburg mehrfach.
Loses Interesse von internationalen Topclubs
Das blieb auch den Verantwortlichen von so manchem Topclub nicht verborgen. AC Mailand und Chelsea sollen – zumindest loses – Interesse haben. Dass der SC Freiburg seine klare Nummer eins in diesem Sommer ziehen lässt, ist jedoch ohnehin äußerst unwahrscheinlich.
Als nahezu sicher gilt dagegen der Abgang von Topspieler Ritsu Doan. Der Japaner möchte gerne in der kommenden Saison Champions League spielen, um sich für die Weltmeisterschaft im kommenden Sommer zu empfehlen. Einzig sein neuer Club ist noch nicht bekannt. Laut Medienberichten aus Japan soll sich der 27-Jährige nun für Eintracht Frankfurt entschieden haben.
Geht Doan zur Eintracht?
Der hessische Champions-League-Teilnehmer wirbt seit Monaten intensiv um Doan und scheint nun in der Pole Position zu sein. Rund 20 Millionen Euro müsste die Eintracht für den Transfer wohl bezahlen, von einer Einigung der beiden Clubs ist noch nichts bekannt. SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach sagte jedoch der „Bild“, dass man Doan keine Steine in den Weg legen würde, sollte dieser den nächsten Schritt gehen wollen.
Am Sonntag nimmt der SC Freiburg das Training wieder auf
Ein Fingerzeig, wie weit fortgeschritten die Verhandlungen bereits sind, dürfte die An- oder Abwesenheit Doans beim Trainingsauftakt des SC Freiburg am Sonntag sein.