Routinier Michael Haas ist der Torgarant schlechthin bei der TSF Dornhan II. Mit unserer Redaktion spricht er über seine Quote, den Endspurt der Saison, die 1. Mannschaft und seine Zukunft.
Die Zahl 40 hat im deutschen Fußball eine große Bedeutung. So wird diese Marke gerne erwähnt, wenn es um den sicheren Klassenerhalt geht – für den 40 Punkte in der Bundesliga bisher immer gereicht haben. Legendär ist auch die 40-Tore-Saison von Gerd Müller in der Spielzeit 1971/72.
Sechs Tore im Derby
Eben diese Anzahl an Treffern hat Dornhans Michael Haas mit seinen sechs Tore im Derby der 2. Mannschaften gegen den SV Marschalkenzimmern vergangenen Mittwoch erreicht. Zugegeben nicht in der Bundesliga, sondern der Kreisliga B. Für die 40 Tore brauchte Haas aber wiederum auch nur 14 Einsätze, was einen Schnitt von 2,86 Treffern pro Partie macht. Mit einem Schmunzeln erwähnt er: „Der Schnitt ist glaube ich gar nicht so schlecht. Es läuft schon sehr, sehr gut, damit habe ich nicht unbedingt gerechnet.“
Haas, der über lange Jahre Leistungsträger in der 1. Mannschaft der TSF war und mit Timo Rath zusammen auch das Traineramt ausübte, weiß aber auch: „Ich werde sehr gut in Szene gesetzt und bin schon oft die gezielte Anspielstation. Da haben meine Teamkollegen also auch einen ordentlichen Anteil an den Toren.“ So folgen Philipp Lehr und Justin Niclas Hettinger in der internen Torjägerliste mit großem Abstand – beide haben bisher sieben Mal getroffen.
Training in der AH
Ursprünglich hatte er nach dem Ende des Duos Rath/Haas als Trainer bereits aufgehört. Aufgrund von Personalmangel kam dann aber eins zum anderen und Haas steht wieder regelmäßig auf dem Platz. Trainieren tut der 36-Jährige nur donnerstags in der AH: „Mehr würde mein Körper auch gar nicht mehr mitmachen.“
So meint er auch schmunzelnd auf die Frage ob er mit dieser Quote nicht ein Mann für die 1. Mannschaft wäre: „Die haben auch andere gute Optionen. Das Tempo in der Bezirksliga ist dann schon etwas ganz Anderes. Wir wollen versuchen mit der 2. Mannschaft noch an die Spitze zu springen.“
Viel Freude
Den Platz an der Sonne inne hat bereits seit dem 9. Spieltag die 1. Mannschaft um Trainer Daniel Ruoff. Haas schwärmt: „Es ist immer wieder eine Freude, der Mannschaft zuzuschauen. Es ist eine klare Weiterentwicklung zu sehen und das Team ist auch in vielen Spielen cleverer als in der vergangenen Saison.“ So seien speziell die Topspiele wie zuletzt gegen Ergenzingen richtig gut gewesen und auch ein klassischer „Arbeitssieg“ wie in der Vorwoche gegen Ahldorf-Mühlen gehöre mal dazu.
Die Chance auf eine Doppel-Meisterschaft besteht also durchaus. Haas sagt: „Das wäre wunderschön. Aber es ist noch ein weiter weg und kann mit der 3-Punkte-Regelung schnell gehen. Die Sektflaschen stehen noch nicht bereit, da nehmen wir auch keine voreiligen Glückwünsche an.“
Zukunft offen
Ob und wie oft Haas in der kommenden Spielzeit selbst am Ball sein wird, steht noch nicht fest. Er sagt nur: „Die restlichen Spiele bin ich in dem Fall voll dabei.“ Und im Anschluss bleibt noch genug Zeit sich Gedanken zu machen – vielleicht darf ja zuvor noch gefeiert werden.