Am Sonntag (15 Uhr) treffen in der Bezirksliga Schwarzwald/Zollern mit der SGM Gruol/Erlaheim und der SGM Deißlingen/Lauffen zwei absolute Top-Mannschaften aufeinander.
Ein Blick auf die Tabelle der Bezirksliga Schwarzwald/Zollern lässt jedes regionale Fußball-Herz höher schlagen. Der Primus SGM Deißlingen/Lauffen holte aus den ersten 26 Saisonspielen 20 Siege und fünf Unentschieden. Nur ein einziges Mal ging die Truppe von Felix Schaplewski und Tobias Pallaks als Verlierer vom Feld.
Mit satten 95 erzielten Toren, was einen Schnitt von 3,6 Treffern pro Partie ergibt, stellt der Primus nicht nur die beste Offensive der Liga, sondern mit nur 28 Gegentoren auch die zweitbeste Defensive.
„Wir sind absolut im Soll. Nach dem gerechten Unentschieden gegen Dotternhausen zum Rückrundenauftakt haben wir in den darauffolgenden Partien sehr gut gespielt und spielerisch überzeugt“, so Schaplewski im Vorfeld des Topspiels beim Tabellenvierten Gruol/Erlaheim.
Starke Rückrunde von Gruol/Erlaheim
Doch auch der kommende Gastgeber des Tabellenführers kann bisher auf eine starke Rückrunde zurückblicken. Nach den Auftaktniederlagen gegen den FC Grosselfingen (0:2) und den SV Dotternhausen (2:3) startete man eine kleine Serie und holte dann fünf Siege in Serie.
Von den dort 15 erzielten Toren gingen sechs Treffer auf das Konto von Fabio Müller, der so seinen Vorsprung in der Torjäger-Liste (29 Treffer) ausbauen konnte. „Wir wissen um die Stärken von Fabio. Wenn wir allerdings im Verbund gut verteidigen, machen wir es jedem Stürmer schwer, Tore gegen uns zu erzielen“, gibt Schaplewski einen kleinen Einblick in die taktische Ausrichtung, dass es für den Führenden der Törjägerliste wohl keine Sonderbewachung geben wird.
Defensiv stabil, im Angriff flexibel
„Dieses Jahr zeichnet uns aus, dass wir defensiv stabiler und im Angriff flexibler geworden sind. Unsere erzielten Tore verteilen sich auf mehrere Schultern, das macht uns schwer ausrechenbar“, so Schaplewski weiter.
Dämpfer im Nachholspiel
Ein Blick auf die interne Torschützenliste des Tabellenführers unterstreicht dies: Robin Schumpp ist mit 24 erzielten Toren zwar Deißlingens bester Torjäger, doch mit Daniel Matt (15), Tom Ritzel (10), Rouven Irion (8), Sedric Colin Podnar (6) und Maurice Roth (5) folgen gleich mehrere Akteure, die ebenfalls wissen, wo das gegnerische Tor steht. Am Donnerstagabend kassierte die SGM Gruol/Erlaheim beim Nachholspiel in Kolbingen allerdings einen kleinen Dämpfer. Beim Kellerkind unterlag der Tabellenvierte etwas überraschend mit 0:1. „Das ist ein Problem, das wir schon seit Jahren haben. Wir bekommen in den Spielen unter der Woche einfach nicht die PS auf die Straße“, zeigte sich SGM-Coach Boris Blocher durchaus etwas enttäuscht, über das Abschneiden seines Teams.
Unnötige Rote Karte tut weh
Doch damit nicht genug. In der sechsten Minute der Nachspielzeit holte sich SGM-Kapitän Nick Gihr auch noch eine unnötige Rote Karte ab und wird so, zumindest für die Partie am Sonntag gegen den Primus, zum Zuschauen verdammt sein. „Da Nick gefühlt jedes Spiel durchspielt, müssen wir jetzt erst einmal schauen, wie wir diesen Ausfall kompensieren. Er ist im Mittelfeld nämlich nicht nur extrem zweikampfstark, sondern auch in unserem Aufbauspiel die Schaltzentrale“, sagt SGM-Coach Boris Blocher vor dem Topspiel und ergänzt: „Wir wissen um die offensive Qualität von Deißlingen und müssen sehr kompakt stehen, um ihnen möglichst wenig Torchancen zu ermöglichen. Und dann gilt es für uns wieder, die maximale Leistung abzurufen und dann die sich uns bietenden Torchancen zu nutzen.“