Im Duell zweier in der Europa League noch ungeschlagener Teams kann der SC Freiburg wichtige Punkte sammeln. Im kalten Pilsen wartet jedoch ein schwerer Gegner.
Wohlfühlzone Europa League? Schaut man auf die bisherigen Ergebnisse des SC Freiburg in dieser Saison, könnte man durchaus zu diesem Schluss kommen. Drei Siege und ein Remis stehen bisher im Europapokal zu Buche, die Konsequenz ist Platz zwei in der Gruppenphase. Mit dem Auswärtsspiel bei Viktoria Pilsen wartet nun am Donnerstag (18.45 Uhr/RTL+) die nächste – und womöglich bislang schwerste – Aufgabe auf den SC Freiburg.
Im Sommer scheiterten die Pilsener erst in der dritten Runde der Champions-League-Quali an den Glasgow Rangers. In der Europa League sind die Tschechen genau wie der SC in vier Spielen noch unbesiegt und könnten mit einem Sieg gegen die Breisgauer sogar an diesen vorbeiziehen. Es dürfte also ein interessantes Spiel am Donnerstagabend werden.
Denn mit einem weiteren Erfolg der Freiburger wäre zumindest ein Platz unter den Top 24 mehr als nur in Reichweite, theoretisch wäre sogar die Tabellenführung in der Ligaphase der Europa League drin. „Das ist auch eine gute Mannschaft, das wird schwer“, sagte Freiburgs Johan Manzambi schon kurz nach der Niederlage in München mit Blick auf das Europapokal-Auswärtsspiel in Pilsen – in einem kleinen Stadion, das nur um die 12 000 Plätze hat.
Kaltes Wetter spielt für Christian Günter keine Rolle
„Wir freuen uns auf das Spiel – egal wie groß das Stadion ist oder wie viel Grad es haben wird“, sagte dazu Kapitän Christian Günter am Mittwochabend bei der Pressekonferenz, kurz nach der Landung im verschneiten Tschechien.
Wie immer in den englischen Wochen wird Trainer Julian Schuster dann in Sachen Aufstellung genau hinschauen müssen. Wer ist fit? Wer braucht vielleicht eine Pause? Und wer muss auf jeden Fall am Sonntagabend fit sein, wenn in der Bundesliga der Vorletzte aus Mainz zu Gast im Breisgau ist und es um wichtige Punkte geht.
Drei Spieler fallen beim SC Freiburg aus
Definitiv fehlen werden am Donnerstag Jordy Makengo, Max Rosenfelder und Eren Dinkci – alle drei haben aufgrund von muskulären Reaktionen die Reise nach Pilsen nicht angetreten, werden am Sonntag aber wohl wieder zur Verfügung stehen.
Das sagt Julian Schuster zum Gegner aus Pilsen
Dementsprechend dürfte Günter am Donnerstag als Linksverteidiger beginnen – auch wenn er das selbst nicht bestätigen wollte. Wohl aber, dass der SC Freiburg in Tschechien einiges vor hat. „Ich hoffe, dass wir einen weiteren Schritt gehen, um eine Runde weiter zu kommen“, so Günter, der bei Fragen zum Gegner an seinen Trainer verwies. Pilsen spiele „mit sehr viel Leidenschaft“ und sei „sehr unangenehm“, sagte Schuster. „Es wird wichtig sein, Paroli zu bieten“, hatte der Trainer bereits eine klare Erwartung an sein Team.